Der Eissportverein Füssen hat das Derby beim ESC Kempten mit 6:3 (2:0, 3:2, 1:1) für sich entschieden. Vor allem läuferisch war der EVF dem ambitionierten Landesligisten klar überlegen, verpasste aber durch eine schwache Chancenverwertung ein höheres Ergebnis. Eine starke Leistung zeigte aber auch der Ex-Füssener Fabian Schütze im Tor der Sharks. Mit diesem Auswärtssieg beschließt der EVF die Phase der Vorbereitungsspiele, am nächsten Wochenende geht es dann bereits in der Bayernliga um Punkte. Dann gleich mit zwei Heimspielen gegen den EV Pegnitz (Freitag, 19.30 Uhr) sowie den EHC Königsbrunn (Sonntag, 18 Uhr).

Ohne die Routiniers Lubos Velebny und Ron Newhook traten die Schwarz-Gelben in Kempten an, zeigten sich trotzdem von Beginn an überlegen. Insgesamt viermal durften sie im ersten Abschnitt zudem in Überzahl ran, trotz großer Möglichkeiten gelang aber kein Treffer im Powerplay. Lediglich Markus Vaitl und Eric Nadeau nach schönem Spielzug waren erfolgreich. Kempten war nur sporadisch gefährlich, vor allem dann, wenn der Top-Block auf dem Eis war. Hieraus resultierte mit einem Pfostentreffer zunächst auch die größte Chance der Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt erhöhte Marc Besl schon bald auf 3:0, danach verflachte die Partie aber etwas. Kempten hatte erst nach sieben Minuten eine Torchance, und so überraschte das kurz darauf erzielte 1:3 doch ziemlich. Der Slowake Hornak war bei einem Konter eigentlich schon abgedrängt worden, machte nach einem Abpraller aber dann doch noch aus spitzem Winkel das Tor. Als bereits eine Minute später ein Schuss durch Christian Engler entscheidend abgefälscht wurde, stand es sogar nur noch 2:3. Und der EVF kassierte ebenfalls kurz darauf auch noch seine erste Strafzeit. Hier drückte Kemptens erster Block richtig, doch kaum war dieser vom Eis, überlief Markus Vaitl die Abwehr und traf mit sattem Schuss in Unterzahl. Mit einem Mann mehr war dann auch noch Samuel Payeur zur Stelle und markierte das 2:5.

Im letzten Drittel war die Mannschaft um Kapitän Eric Nadeau klar am Drücker. Das Manko blieb aber die Chancenverwertung. Gleich sechs Großchancen waren in den ersten zehn Minuten zu verzeichnen, doch Besl, Nadeau, Meier, zweimal Payeur und Keller konnten Schütze nicht überwinden. Das rächte sich, als die Sharks bei einem der wenigen Angriffe erneut durch Engler zum 3:5 abstauben konnten. Markus Vaitl stellte schließlich nach tollem Zuspiel von Max Dropmann den Endstand her. Nikolas Oppenberger scheiterte danach noch zweimal aussichtsreich, seinen Konter stoppte Benedikt Hötzinger, danach setzte er die Scheibe noch an den Torpfosten. Auf Füssener Seite hätten Marius Klein und Tobias Meier im Schlussspurt für ein höheres Ergebnis sorgen können, so blieb es beim 3:6. (MiL)

Tore: 0:1 (9.) Vaitl, 0:2 (13.) Nadeau (Dropmann, Wiedemann), 0:3 (24.) Besl (Meier), 1:3 (29.) Hornak (Stein, Kastel-Dahl), 2:3 (30.) Engler (Schütze, Oppenberger), 2:4 (35.) Vaitl (4-5), 2:5 (38.) Payeur (Simon, Besl/5-4), 3:5 (51.) Engler (Epp), 3:6 (54.) Vaitl (Dropmann, Nadeau/4-4). Strafminuten Kempten 16, Füssen 8. Zuschauer 625.