Leicht hat es sich der Eissportverein Füssen nicht gemacht. Nach der sportlichen Qualifikation für die Oberliga mussten viele Faktoren bedacht, strukturelle Gegebenheiten berücksichtigt und wirtschaftliche Voraussetzungen geprüft werden. Nach dem gelungenen Sponsoren-Abend des Vereins konnte Vorstand Markus Kehle nun grünes Licht vermelden. Dank dem sehr positiven Feedback der Unterstützer wird der EVF den Sprung in die semiprofessionelle dritte Liga wagen.

„Auch wenn die Herausforderung sowohl finanziell als auch sportlich sehr groß für uns sein wird, sehen wir die Oberliga als einen wichtigen Schritt für die Zukunft des EV Füssen“, erklärte Kehle nach der positiven Entscheidung. „Wir werden, wie gehabt, verstärkt in unseren Nachwuchs investieren, um perspektivisch einen Großteil der ersten Mannschaft aus den eigenen Reihen stellen zu können. In den nächsten Wochen gehen wir mit unseren Konzepten für die Oberliga und den Nachwuchs auf unsere Unterstützer zu und werden versuchen, noch weitere Sponsoren für den EV Füssen zu gewinnen.“

Für den EVF ist der Aufstieg in die drittklassige Oberliga eine Rückkehr in eine Ligenstufe, welche für den Standort Füssen bereits dreimal das Betätigungsfeld war. Von 1992 bis zur Gründung der DEL 1994, von 1996 bis zur Neugründung der 2. Bundesliga 1998, sowie fünfzehn Spielzeiten lang nach dem Aufstieg aus der 2. Liga Süd im Jahr 2000. Hier war Füssen zusammen mit dem EC Peiting die große Konstante im Teilnehmerfeld, ehe 2015 das zweite finanzielle Aus nach dem Konkurs im Jahre 1983 folgte.

Die seit 1922 bestehende Eishockeytradition am Kobelhang wurde jedoch wieder belebt und sorgt dafür, dass der neue Eissportverein Füssen nach vier erfolgreichen Spielzeiten in den BEV-Ligen nun dank seiner Unterstützer und Sponsoren auch im semiprofessionellen Bereich neu an den Start gehen kann. Hier für Langfristigkeit zu sorgen wird eine der spannenden Aufgaben für den Verein in der nächsten Zeit darstellen. (MiL)