Mit einem 4:3 nach Verlängerung in Pegnitz konnte der EVF den fünften Sieg in Folge einfahren, allerdings ließ man nach einer komfortablen 3:0-Führung nach dem ersten Abschnitt beim Schlusslicht der Tabelle auch einen Punkt liegen. Nun kommt es am Sonntag zum absoluten Spitzenspiel beim EHC Königsbrunn, welcher zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vorgerückt ist. Der EVF hat allerdings sechs Zähler Vorsprung und ist somit auch bei einer Niederlage nicht vom ersten Rang zu verdrängen. Um diese zu vermeiden wird sich die Mannschaft anders als in Pegnitz über drei Drittel an die ausgegebene Marschroute halten müssen.

Man war vom Vorjahr von Füssener Seite aus gewarnt vor dem Auswärtsspiel in Pegnitz, hatte man doch hier eine empfindliche 1:4-Niederlage einstecken müssen. Sehr konzentriert agierend waren die Schwarz-Gelben im ersten Abschnitt die klar überlegene Mannschaft, die sich durch Tore von Ron Newhook, Florian Simon und Samuel Payeur eine augenscheinlich sichere 3:0-Führung heraus spielte. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre sogar ein höheres Ergebnis möglich gewesen.

Der Start ins zweite Dritte brachte wieder einmal ein schnelles Gegentor nach nur 57 Sekunden zum 1:3 durch Pierre Kracht. Füssen blieb danach überlegen, allerdings ohne weiter groß Druck aufbauen zu können. „Wir hatten 85 oder 90 Prozent Scheibenbesitz, aber die Geradlinigkeit war weg. Zu viele Schnörkel, zu komplizierte Anspiele. Wir haben die Effizienz vermissen lassen“, bemängelte Trainer Andi Becherer nach dem Spiel.

Das setzte sich auch im letzten Drittel fort. Hier gelang den nie aufsteckenden Gastgebern recht schnell der Anschlusstreffer durch Ralf Skarupa. Sie witterten nun Morgenluft, während die Füssener ihre läuferische und technische Überlegenheit nicht in ein weiteres Tor ummünzen konnten. Als es dann in der 58. Minute eine Strafe gegen den EVF gab, sah Pegnitz seine Chance gekommen und erzielte tatsächlich noch den Ausgleich durch Johannes Seidinger. Bitter dabei, dass vor dem Treffer das Spiel nicht unterbrochen wurde, obwohl mit Vincent Wiedemann ein Füssener Spieler verletzt auf dem Eis lag. Er hatte sich durch einen Schläger eine blutende Wunde zugezogen, und musste nach der Partie auch im Krankenhaus behandelt werden. An dieser Stelle gute Besserung an Vincent. Pegnitz nutzte jedenfalls die Überzahlsituation rigoros aus und kam somit zum ersten Punktgewinn auf heimischem Eis in dieser Spielzeit. In der Verlängerung war es dann Marius Klein, der für den EVF zumindest den Zusatzpunkt und den Sieg sicherte, fünf Sekunden vor dem Ende traf er zum 3:4.

Füssens Trainer Andreas Becherer zum Spiel: „Wir haben ein gutes erstes Drittel abgeliefert, viel Tempo gemacht und die Scheibe oft zum Tor gebracht. Danach kam Pegnitz besser ins Spiel, aber wir müssen uns das Resultat selbst ankreiden, weil wir von unserer Linie weg gekommen sind, und im zweiten und letzten Drittel nicht mehr zielstrebig genug waren.“ (MiL)

 

Tore: 0:1 (2.) Newhook (Dropmann, Krötz), 0:2 (4.) Simon (Besl, Payeur), 0:3 (12.) Payeur (Simon, Besl), 1:3 (21.) Kracht (Adler, Navarra), 2:3 (44.) Skarupa (Seidinger, Fritz), 3:3 (59.) Seidinger (Schwarz/Kuhn/5-4), 3:4 (65.) Klein (Payeur, Simon). Strafminuten Pegnitz 8 plus 10 für Kercs, Füssen 8 plus 10 für Newhook. Zuschauer 195.