Durch einen ungefährdeten 6:3-Heimsieg gegen den TSV Erding hat der EV Füssen einen perfekten Einstand in die Aufstiegsrunde zur Oberliga gefeiert. Dabei ließen die Schwarz-Gelben von Beginn an kaum Zweifel aufkommen, wer das Eis als Sieger verlassen würde und brachten den Oberbayern nach neun Spielen die erste Niederlage bei. Begonnen hatte das Spiel jedoch mit einer großen Torchance für Gladiators. Allerdings verzog Florian Zimmermann nach nur 30 Sekunden aus aussichtsreicher Position.
Der weitere Verlauf des ersten Abschnitts gehörte dann aber dem EVF. Das Team von Trainer Andreas Becherer erspielte sich Chance um Chance. Und nach drei Minuten war es Marius Keller, der im Nachschuss für die frühe Füssener Führung sorgte. Auch im Anschluss ging der Angriffswirbel der Ostallgäuer weiter. Als der EVF dann zum ersten Mal an diesem Abend in Überzahl spielte, erhöhte Eric Nadeau auf 2:0. Die mustergültige Vorarbeit lieferte Florian Simon. Bis zum Ende des ersten Abschnitts hätten die Füssener die Führung durchaus noch ausbauen können, Samuel Payeur und Marius Klein scheiterten aber aus aussichtsreicher Position.

Doch das Toreschießen holte das Team dann gleich zu Beginn des zweiten Drittels nach: Wiederum Eric Nadeau traf mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum 3:0 (23. Minute). Nur drei Minuten später staubte Ron Newhook zum 4:0 ab, der zweite Powerplay-Treffer für die Füssener an diesem Abend.
Erdings Trainer Topi Dollhofer sah sich nun zu einer Auszeit veranlasst. Doch auch das konnte den Offensivdrang der Hausherren nicht bremsen. Zwar gelang Marco Deubler nach einem Konter das 1:4. Doch der EVF stellte durch einen Doppelschlag in der 37. und 38. Minute die Weichen endgültig auf Sieg. Marius Keller und Markus Vaitl hatten getroffen. Unter stehenden Ovationen des Publikums ging es in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt verlief dann deutlich verhaltener als die beiden vorherigen. Füssens Trainer Andreas Becherer begann zu rotieren. Beide Mannschaften schienen sich bereits mit dem Ausgang des Spiels abgefunden zu haben. Und so dauerte es bis zu 53. Minute, ehe ein weiterer Treffer fiel. Florian Zimmermann ließ Benedikt Hötzinger im EVF-Kasten bei einem Alleingang keine Chance. Als Schiedsrichter Michael Kees, der selten auf Höhe des Spielgeschehens war, den Erdingern dann noch zu einem weiteren Überzahlspiel verhalf, kam noch ein wenig Spannung auf. Doch der Treffer von Rudi Lorenz zum 3:6 (57. Minute) war letztlich zu spät.

 

Stenogramm: EVF – Erding 6:3 (2:0/4:1/0:2): 1:0 (03:04) Marius Keller (Besl, Klein); 2:0 (09:59) Eric Nadeau (Simon, Wood, +1); 3:0 (22:36) Eric Nadeau (Klein, Rott); 4:0 (25:35) Ron Newhook (Vaitl, Krötz, +1); 4:1 (33:51) Marco Deubler (Feilmeier, Fischer); 5:1 (36:15) Marius Keller (Simon, Klein); 6:1 (37:23) Markus Vaitl (Newhook, Krötz); 6:2 (52:11) Florian Zimmermann (Jeske, Schwarz); 6:3 (57:00) Rudi Lorenz (Feilmeier, Deubler, +1).
Schiedsrichter: Michael Kees (Hohenfurch)
Zuschauer: 823