Spitzenspiel Tabellenzweiter EHC Königsbrunn gegen Tabellenführer EV Füssen, doch am Ende war diese Top-Begegnung des 15. Spieltages eine recht einseitige Angelegenheit. Mit einem nahezu perfekten Auftritt beherrschte der EVF das Spiel von der ersten Minute an, und siegte hochverdient mit 5:1 (2:0, 0:0, 3:1). Dadurch vergrößerte das Team um Kapitän Eric Nadeau den Abstand zum zweiten Platz auf nunmehr schon sieben Punkte.

Über 800 Zuschauer wollten sich das Gipfeltreffen der Bayernliga in der Hydro-Tech Eisarena nicht entgehen lassen, und sie sahen von Anfang an ein sehr schnelles Spiel mit zwei läuferisch starken Teams. Die Gastgeber mussten dabei mit Abwehrchef Dominic Auger und Stürmer Ralf Rinke auf zwei Leistungsträger verzichten, doch auch beim EVF fehlten neben den DNL-Spielern mit Lubos Velebny, Thomas Böck und Marc Besl wichtige Spieler. Insgesamt konnte Trainer Andi Becherer fünf Verteidiger und acht Stürmer aufbieten.

Zwei schnelle Überzahltore durch Samuel Payeur brachten die Füssener bereits in der Anfangsphase in Führung. Königsbrunn hielt mit Tempo dagegen, hatte aber Probleme mit dem variablen Spiel der Allgäuer. Obwohl der EHC nach der siebten Minute besser in die Partie kam, hatte der EVF die wesentlich besseren Chancen. Marius Keller aus kurzer Distanz und später noch an den Außenpfosten, Payeur mit Direktabnahme und Glanzparade des Litauers Donatas Zukovas, Marius Klein mit abgefälschtem Schuss knapp am leeren Tor vorbei – der erste Abschnitt gehörte klar den Gästen. Aufregung gab es nur beim ersten Powerplay des EHC, als nach einem Schuss von Fettinger die Scheibe ins bestens gehütete Tor von Benedikt Hötzinger gelangte, dies allerdings über das Außennetz.

Auch im zweiten Drittel gaben die Schwarz-Gelben den Ton an. Markus Vaitl und Eric Nadeau scheiterten frei vor Zukovas. In der Folge hatte Königsbrunn in Überzahl durch Forster eine große Möglichkeit, zur Hälfte der Partie setzte Fettinger die Scheibe knapp über das Füssener Tor. Doch das war es bereits mit den Chancen für die Hausherren, zu abgeklärt agierte der EVF. In Überzahl scheiterte Tyler Wood gleich zweimal am starken Zukovas, dem besten Spieler des Heimteams, und kurz darauf hätte Vaitl den dritten Treffer bei einem Konter fast machen müssen, doch auch hier reagierte der Königsbrunner Torsteher vorzüglich.

38 Sekunden war der Schlussabschnitt alt, als Hayden Trupp eine gute Möglichkeit vergab, doch danach war wieder Füssen an der Reihe. Marius Keller traf bei einem Konter die Latte, ehe kurz darauf Markus Vaitl wieder vor Zukovas auftauchte, diesmal den Litauer aber regelrecht zum 0:3 verlud. Etwas Spannung wollte dann wohl die Spielleitung in die Begegnung bringen, als Stefan Rott nur 23 Sekunden später gleich zwei Strafzeiten aufgebrummt bekam. Dies nutzten die Gastgeber zum 1:3 durch Lukas Fettinger, und hatten beim zweiten Powerplay sogar die Chance zum Anschlusstreffer. Doch Füssen überstand diese letzte brenzlige Situation, und kaum wieder komplett fälschte Marius Klein einen Schuss von Florian Simon unhaltbar zum 1:4 ab. Das Spiel war damit gelaufen, zu souverän zeigte sich der Tabellenführer einfach. Markus Vaitl erhöhte per Konter noch auf 1:5, während Tobias Meier knapp am Torgestänge scheiterte. Am Ende eine richtig starke Vorstellung des EV Füssen, der verdientermaßen den sechsten Sieg in Folge verbuchen konnte. (MiL)

 

Tore: 0:1 (4.) Payeur (Wood, Simon/5-4), 0:2 (5.) Payeur (Krötz, Wood/5-4), 0:3 (46.) Vaitl (Meier, Krötz), 1:3 (46.) Fettinger (Zimmermann, Trupp/5-4), 1:4 (49.) Klein (Simon, Rott), 1:5 (53.) Vaitl (Wiedemann). Strafminuten Königsbrunn 10, Füssen 10. Zuschauer 814.