Der EV Füssen ist mit einem ungefährdeten 4:0-Heimsieg (1:0, 1:0, 2:0) gegen den EV Pegnitz in die neue Spielzeit gestartet. Die Gäste suchten ihr Heil vor allem in der Absicherung des eigenen Tores, und gestützt auf einen überragenden Julian Bädermann im Gehäuse konnten sie das Ergebnis auch in Grenzen halten. Bezeichnend für das Spiel war die dreißigste Minute, in welcher der EVF allein schon mehr Torchancen hatte als die Gäste im gesamten Spiel.

Einbahnstraßeneishockey von Anfang an. Bereits in den ersten eineinhalb Minuten gab es vier große Möglichkeiten für das Heimteam, es folgten zwei Überzahlspiele mit weiteren Chancen, aber auch ohne den überfälligen Führungstreffer. Die erste Scheibe von Pegnitz kam erst in der zehnten Minute auf das von Andi Jorde gehütete EVF-Tor und war ein Befreiungsschlenzer. Eric Nadeau brach dann den Bann und fälschte die Scheibe in der dreizehnten Minute zum ersten Saisontreffer in die Maschen ab. Erst vier Zeigerumdrehungen später ergab sich die erste Torchance für die Ice Dogs, Jorde parierte gegen Kercs aber souverän.

Im zweiten Drittel überstand Füssen zunächst eine Strafzeit ohne Probleme, ehe es wieder verstärkt in die andere Richtung ging. Bei einem langen Pass aus der Abwehr heraus wäre Pegnitz aber beinahe der Ausgleich gelungen, Jorde parierte stark gegen den frei vor ihm auftauchenden Gegner. Ein Zeichen, das man sich auf der knappen Führung keineswegs ausruhen durfte. Als sich zur Spielhälfte eine doppelte Überzahl für den EVF ergab, brannte es lichterloh vor dem Gästetor. Bädermann parierte aber alle Versuche und hatte bei einem Lattentreffer von Velebny Glück. Kaum wieder komplett folgte die nächste Strafzeit gegen Pegnitz, und hier gab es nach einem Foul an ihm selbst Penalty, welchen Markus Vaitl sicher zum 2:0 verwandelte. Danach lag mehrmals der dritte Treffer in der Luft, aber die Chancenverwertung war mangelhaft.

Im letzten Abschnitt änderte sich nicht viel, und selbst in Unterzahl wäre beinahe der dritte Treffer geglückt. Diesen markierte schließlich Neuzugang Samuel Payeur gut sechs Minuten vor Spielende, und endlich auch in Überzahl legte Eric Nadeau noch zum Endstand von 4:0 nach.

Trainer Josef Hefner (Pegnitz): „Unser Torhüter bot heute eine starke Leistung, wir sind froh, ihn zu haben. Mit dem ersten Drittel war ich sehr zufrieden, im zweiten wollten wir das auch so machen, haben aber viele Strafzeiten bekommen. Im letzten Abschnitt hatten wir dann Probleme mit dem Tempo, es war oft Standeishockey. Mein Team hat aber 60 Minuten gekämpft, das muss man hoch einschätzen. Füssen hat eine Top-Leistung gezeigt, sie gehören zu den Favoriten.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Wir wussten dass Pegnitz defensiv antreten wird, und wollten bis zum Ende konzentriert spielen. Das haben wir sehr diszipliniert gemacht. Offensiv kann ich dem Team keinen Vorwurf machen, der gegnerische Torhüter war überragend. Man meinte manchmal, er hat acht Arme. Überzahlspiel haben wir bisher noch nicht so trainiert, das nehme ich auf meine Kappe. Daran werden wir arbeiten, es muss mehr Feuer rein. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, man muss sehen, dass es auch viele Veränderungen im Kader gab.“ (MiL)

Tore: 1:0 (13.) Nadeau (Vaitl), 2:0 (32.) Vaitl (Penalty), 3:0 (54.) Payeur (Besl, Dropmann), 4:0 (58.) Nadeau (Vaitl, Velebny/5-4). Strafminuten Füssen 16, Pegnitz 28 + 10 für Benak. Zuschauer 792.