Mit dem EHC Waldkraiburg trifft der EV Füssen am Freitag um 19.30 Uhr im Heimspiel auf einen Gegner, mit dem man seit zwei Jahrzehnten nicht mehr die Schläger kreuzte. Seitdem waren die Löwen meistens in der vierten Spielklasse aktiv, ehe sie 2016 als Meister der Bayernliga in die Oberliga aufstiegen. Hier ist die dritte Saison bislang die schwerste. Als Tabellenletzter musste man in die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten. Doch auch finanziell ist der Verein angeschlagen, und so verließen vor der Runde Trainer Sebastian Wolsch sowie einige Profis wie Topscorer Kirils Galoha den Verein. Neu an der Bande stehen nun die beiden Brüder Alexej und Sergej Piskunov, die zuvor im Nachwuchs aktiv waren. Nach dem Umbruch gab es am letzten Wochenende in den ersten Spielen gegen die Bayernligisten eine negative Standortbestimmung. In Grafing ging man mit 2:9 unter, zuhause unterlag man Bad Kissingen mit 2:3. Doch das sollte den EVF nicht täuschen. Waldkraiburg hat um den kanadischen Torjäger Bobby Chaumont und den litauischen Nationalspieler Povilas Verenis immer noch ein Team mit viel höherklassiger Erfahrung. Und angeschlagene Gegner sind bekanntlich oft am gefährlichsten.

Am Sonntag geht es dann zum „Lieblingsgegner“ des EV Füssen, den TSV Peißenberg (Beginn 17 Uhr). Alle sechs Spiele wurden gegen die Eishackler seit dem Aufstieg in die höchste Spielklasse verloren. Nach der Wahrscheinlichkeit könnte nun nach mehreren unglücklichen Niederlagen auch mal ein Sieg drin ist. Das erste Spiel in der Verzahnungsrunde verlor der TSV beim hohen Favoriten SC Riessersee mit 1:6, das Heimspiel gegen Klostersee fiel erst einmal den Witterungsverhältnissen zum Opfer. Beim letzten Aufeinandertreffen im Dezember, dem 5:3-Erfolg der Oberbayern am Kobelhang, war der reaktivierte Stürmer Manfred Eichberger mit drei Treffern der entscheidende Faktor. Der EVF weiß auf jeden Fall was auf das Team zu kommt und wird versuchen, diesmal sein Spiel durchzusetzen. Auf Grund der bisherigen Vergleiche liegt die Favoritenrolle jedoch eher beim Heimteam.