Ein schnelles und auch sehr körperbetontes Spiel zeigten der EV Füssen und die Lindau Islanders in ihrem Aufeinandertreffen am Freitagabend am Kobelhang. Die Gäste vom Bodensee profitierten dabei von der schlechten Chancenverwertung des EVF in den ersten beiden Abschnitten und siegten am Ende mit 4:2 (0:0, 2:0, 2:2).

Trotz der Niederlage kann man auf Füssener Seite mit dem Test zufrieden sein. Nach dem Ausfall einer Reihe von Akteuren kamen neben den beiden Förderlizenzspielern auch drei weitere Spieler aus dem eigenen DNL-Team zum Einsatz. Die somit sehr junge Mannschaft machte ihre Sache gegen einen recht defensiv und robust eingestellten Gegner richtig gut und bot bis zum Ende Paroli.

Im ersten Drittel hatten die Füssener gerade bei zwei Überzahlspielen Möglichkeiten zur Führung, immer wieder konnten sie den Gegner stark unter Druck setzen. Lindau lauerte auf Konter und hatte dadurch auch zwei gute Chancen, um selbst den ersten Treffer zu erzielen.

Es ging aber torlos in den mittleren Abschnitt, wo der EVF durch Keller, Meier und Deubler wieder nahe an der Führung war. Hier wurde die heimische Mannschaft aber etwas zu ungeduldig, und prompt nutzte Lindau den Raum für einen Alleingang, den Hammerbauer verwandelte (im Spielberichtsbogen wurde als Torschütze Maly genannt). Bei einem weiteren Powerplay brannte es gehörig vor dem Tor der Islanders, Füssen machte aber den Treffer nicht. Als man dann erstmals selbst auf der Strafbank Platz nehmen musste, dauerte es nur 15 Sekunden bis zum 0:2 durch Nirschl. Und mit dem nächsten Angriff wäre beinahe sogar der dritte Gegentreffer gefallen. Die Schwarz-Gelben fingen sich aber wieder und konnten das Geschehen bis Drittelende ausgeglichen gestalten.

Auch eine bis in den Schlussabschnitt reichende Strafzeit wurde unbeschadet überstanden, kaum wieder komplett fand jedoch ein abgefälschter Schuss von Hammerbauer den Weg zum 0:3 ins Tornetz. Beide Teams spielten jetzt offener und mit guten Chancen, Marc Besl traf schließlich in Überzahl zum 1:3. Als bei einem weiteren Powerplay Marius Klein sogar der Anschluss gelang, war der EVF wieder im Spiel. Beinahe wäre Tobias Meier vom Bully weg der Ausgleich gelungen, er scheiterte nur knapp. Eine Schlussoffensive wurde dem Team von Trainer Andi Becherer durch die Strafzeitenverteilung verwehrt. Trotzdem hatte Marc Besl nach Herausnahme des Torhüters noch eine gute Chance zum dritten Treffer, den machten aber die Gäste 18 Sekunden vor Spielende durch Farny ins leere Tor. (MiL)

Tore: 0:1 (24.) Maly (Rodrigues, Federolf), 0:2 (31.) Nirschl (Chaumont, Lüsch/5-4), 0:3 (41.) Hammerbauer (Klingler, Ochmann), 1:3 (49.) Besl (Schulz/5-4), 2:3 (56.) Klein (Vogl, Echtler/5-4), 2:4 (60.) Farny (Ochmann, Klingler/ENG). Strafminuten Füssen 12 plus 10 für Schulz, Lindau 16. Zuschauer k.A.