Der EVF hat ein hart umkämpftes Spiel in Lindau mit 5:1 (2:0, 1:0, 2:1) für sich entschieden. Eine starke und konzentrierte Auswärtsleistung des gesamten Teams sicherte den Erfolg, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Playoffs sein dürfte. Zwar könnte Weiden rechnerisch noch die 15 Punkte Rückstand aufholen, müsste dazu aber auch noch 39 Treffer Tordifferenz gut machen. Leider gibt es auf EVF-Seite wie schon im letzten Spiel gegen Lindau Ausfälle zu beklagen. Im Januar hatte es Florian Simon erwischt, der bis heute nicht mehr spielen konnte, diesmal schieden Maximilian Dropmann und Moritz Kircher während der Partie verletzt aus.

Von Anfang an zeigten beide Teams viel Einsatz auf dem Eis, Chancen waren aber auch bei zwei Überzahlspielen eher Mangelware. In der siebten Minute verpasste Jalen Schulz ganz knapp die EVF-Führung, auf der anderen Seite blieb Andreas Jorde Sieger gegen Brent Norris. Danach scheiterte Marco Deubler am gegnerischen Torhüter Di Berardo, konnte aber einen Nachschuss zum 0:1 ins Netz setzen. Bei der zweiten Füssener Unterzahl erarbeitete sich Sam Payeur zwei große Möglichkeiten, im Gegenzug jubelten die Islanders über den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Die Scheibe sprang jedoch ins Feld zurück, die Frage, ob von der Latte oder vom hinteren Torgestänge, blieb offen. Der Unparteiische entschied auf keinen Treffer, musste dafür kurz darauf Ludwig Nirschl nach einem harten Angriff auf Maximilian Dropmann mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen schicken. Doch auch für den EVF-Verteidiger war die Partie vorzeitig beendet. Beim Spiel 4 gegen 4 konnte Dejan Vogl elf Sekunden vor Ende des Abschnitts einen Abpraller zum 0:2 verwerten, der Zeitpunkt natürlich denkbar günstig.

Im Mitteldrittel lief es dann aber zunächst nicht rund für die Schwarz-Gelben. Lindau verpasste zweimal knapp, der Vorteil der langen Überzahl wurde durch ein eigenes Foul nach einem ungenauen Aufbaupass abgegeben, und dann musste Andi Jorde innerhalb von drei Minuten gleich dreimal bei Alleingängen sein ganzes Können aufbieten, um den Anschluss zu verhindern. Erst nach zehn Minuten fing sich das Füssener Team wieder. Zunächst hatte Marc Besl den dritten Treffer auf dem Schläger, diesen markierte nach einem Konter schließlich erneut Dejan Vogl. Der deutliche Rückstand schien der Heimmannschaft gar nicht zu schmecken. Leidtragender war zunächst Vincent Wiedemann, der mit Anlauf in die Bande befördert wurde, der bemühten Spielleitung war die Aktion aber nur eine kleine Strafe wert. Eine Minute später erwischte es dann Moritz Kircher ungleich schlimmer, nach einem Check musste er mit der Trage vom Eis. An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung. Strafzeit wurde für diese Aktion gar keine ausgesprochen. Erst zwei Sekunden vor Ende des Abschnitts gab es dann zwei Minuten wegen Crosschecks für die Gastgeber.

Die Überzahl brachte dem EVF gute Chancen, die beste hatte jedoch erst danach Marc Besl. Auf der anderen Seite konnte sich Jorde gegen Lüsch auszeichnen, musste aus einem Gewühl heraus aber doch noch das 1:3 durch Louis Trattner hinnehmen. Nun witterte der EVL eine Chance und erhöhte den Druck, konnte die souveräne Füssener Defensive aber nicht ausreichend in Bedrängnis bringen. Ganz im Gegenteil kamen die Ostallgäuer zu guten Möglichkeiten und es war Vincent Wiedemann, der per Rückhand das vorentscheidende 1:4 erzielte. Nach einem üblen Stockfoul an Samuel Payeur zog der EVF drei Minuten später ein gekonntes Powerplay auf und Sekunden nach Ablauf der Strafe „bedankte“ sich Füssens Stürmer dafür mit dem 1:5, was auch den Endstand bedeutete. (MiL)

Tore: 0:1 (12.) Deubler (Meier, Vogl), 0:2 (20.) Vogl (Velebny, Krötz), 0:3 (32.) Vogl (Deubler, Stocker), 1:3 (48.) Trattner (Federolf, Bräuner), 1:4 (51.) Wiedemann (Krötz, Zelenka), 1:5 (55.) Payeur (Velebny, Nadeau). Strafminuten Lindau 10 plus 5 plus Spieldauer für Nirschl, Füssen 12. Zuschauer 587.