Garrett Festerling

Als Trainer Dave Rich im September 2007 den Kanadier Garrett Festerling nach Füssen holt, ahnen nur die wenigsten, was dem EVF da für ein Glücksgriff gelungen ist. Denn der aus British Columbia stammende Center sorgt von Anfang an für Furore: In den ersten elf Spielen für Schwarz-Gelb erzielt der 21-Jährige 15 Tore und liefert 19 Vorlagen. "Mein Ziel war es eigentlich, fünf Monate für Füssen zu spielen, um mich danach an einer Uni einschreiben zu können", sagt Festerling heute.

Weil er vor seinem Wechsel nach Europa im Try-Out bei den Binghampton Senators (AHL) gescheitert war, hatte er mit einer Karriere auf Spitzen-Niveau bereits abgeschlossen. Doch seine überragenden Leistungen in der Oberliga wecken auf Anhieb Begehrlichkeiten bei höherklassigen Klubs. Manche wollen den flinken Stürmer gar während der Saison abwerben. Trainer-Legende Hans Zach überzeugt Festerling schließlich von einem Wechsel zu den Hannover Scorpions in die DEL – die laufende Saison spielt der Kanadier aber in Füssen zu Ende. Und wie: Gemeinsam mit seinem kongenialen Sturmpartner Eric Nadeau bildet er die gefährlichste Sturmformation in der damaligen Oberliga. 247 Scorerpunkte erzielen die beiden zusammen und haben damit entscheidenden Anteil am Erfolg der Mannschaft. Die Hauptrunde beendet der EVF als Dritter und muss sich erst im Playoff-Halbfinale den Dresdner Eislöwen geschlagen geben. Völlig zurecht wird Festerling deshalb vom Fachmagazin Eishockey News zum Oberliga-Spieler der Saison gekürt.

Für viele Experten gilt der Deutsch-Kanadier bis heute als bester Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte und wird in einem Atemzug mit Größen wie Dwayne Robinson, Nikolai Narimanov oder Sascha Holz genannt. Unser Foto zeigt die Übergabe der Trophäe für den besten Oberliga-Spieler an Festerling durch EVF-Ikone Markus Egen.