Spengler Cup

Am Silvester-Mittag endete der 90. Spenglercup mit einem Sieg von Team Kanada. Das jährlich im schweizerischen Davos ausgetragene Einladungsturnier gilt als ältestes der Welt für Eishockeymannschaften, und ist mit jeder Menge Prestige und Geschichte behaftet.

Diese Geschichte schrieb auch der EV Füssen mit, denn 1952 und 1964 gelang es dem deutschen Nachkriegsrekordmeister, die begehrte Trophäe zweimal zu erringen. Neben dem EVF schafften es bis heute nur noch zwei weitere deutsche Teams, das legendäre Turnier für sich zu entscheiden: Zwischen 1924 und 1928 siegte dreimal der Berliner SC, 1999 und damit 35 Jahre nach dem zweiten Füssener Triumph konnten sich die Kölner Haie in die Liste der Sieger eintragen.


Der Gewinn des EV Füssen im Jahr 1952 war eine große Überraschung. Das Team war 1949 erstmals Deutscher Meister geworden, und besaß noch nicht die Reputation kommender Jahre. Im Finale gelang nach einem 0:3 noch ein 5:4 in der Verlängerung gegen den SC Zürich.

1964 war der EVF dagegen schon eine Größe im mitteleuropäischen Eishockey. Elf Meisterschaften waren bereits errungen worden, im Vorjahr wurde das Team mit dem Silbernen Loorbeerblatt, der höchsten deutschen Sportauszeichnung, geehrt. Nach drei Siegen und zwei Unentschieden wähnte man am abschließenden Silvestertag den tschechischen Turnierfavoriten Spartak Prag als Sieger, und machte sich gegen Abend auf den Heimweg. Erst bei einem Zwischenstopp erfuhr die Mannschaft aus dem Fernsehen von der Niederlage Prags im letzten Spiel und dem eigenen Triumph. Zum Glück war ein Vorstandsmitglied in Davos verblieben, und konnte dort den Cup für Füssen in Empfang nehmen.