Er hatte keine einfache letzte Spielzeit, konnte insgesamt nur 23 Spiele bestreiten. Doch er griff immer wieder an und beim EV Füssen weiß man, was man an ihm hat. So verwundert es sicherlich nicht, dass Stürmer Pius Seitz auch weiterhin bei seinem Stammverein auflaufen wird. Tempo, Einsatz, Kampf – das Eigengewächs definiert sich über viel Action auf dem Eis und gibt keine Scheibe verloren. Wichtige Eigenschaften, die in jeder Mannschaft benötigt werden. Als gebürtiger Füssener wird der 26-Jährige zudem dafür sorgen, dass auch im neuen Team des EVF der heimische Charakter ausgeprägt ist.
Seine ersten Einsätze für die erste Mannschaft bestritt der Linksschütze bereits beim Neustart des Füssener Eishockeys in der Bezirksliga. 2018 war er Topscorer im DNL-Team des Eissportvereins, von wo aus er in die Oberliga zum EC Peiting wechselte. Nach drei Spielzeiten erfolgte die Rückkehr an den Kobelhang, wo Pius nun bereits in seine sechste Oberligasaison für den EVF gehen wird. Für seinen Stammverein hat er bisher 193 Spiele bestritten und dabei 21 Treffer und 48 Vorlagen gesammelt. Insgesamt kann der Stürmer auf die Erfahrung aus 298 Spielen in der dritten Spielklasse zurück greifen
Vorstand Jörg Noack: „Mit Pius verlängert ein Spieler, der auch in der letzten Saison trotz einiger Rückschläge gezeigt hat, was ihn ausmacht. Pius hatte über das Jahr verteilt immer wieder kleinere Verletzungen, die ihn aus dem Rhythmus gebracht haben. Aber er hat sich jedes Mal wieder zurückgekämpft – und gerade gegen Ende der Saison war er wieder voll da und hat gezeigt, wie wertvoll er für uns ist. Mit seinen 26 Jahren gehört er inzwischen auch zu den erfahreneren Spielern in unserem Kader und bringt eine richtig ordentliche Portion Oberliga-Erfahrung mit. Er gibt nie auf, geht dahin, wo es weh tut, und stellt sich konsequent in den Dienst der Mannschaft. Genau solche Typen brauchst du in einer jungen Mannschaft – und für unsere Nachwuchsspieler ist das ein perfektes Beispiel dafür, was es heißt, sich über Arbeit, Haltung und Mentalität durchzusetzen.“
Im Gespräch mit Pius Seitz
Du gehörst mit 26 Jahren inzwischen zu den erfahreneren Spielern im Kader – wie siehst du deine Rolle innerhalb einer jungen Mannschaft?
Ich sehe meine Rolle vor allem darin, mit Leistung voranzugehen. Ich bin keiner, der große Reden schwingt, sondern versuche auf dem Eis und auch abseits davon das vorzuleben, was wichtig ist. Gerade in einer jungen Mannschaft zählt es, dass man jeden Tag arbeitet, bereit ist und dem Team hilft. Genau das will ich einbringen.
Pius, du hattest in der vergangenen Saison immer wieder Rückschläge, hast dich aber jedes Mal zurückgekämpft. Was sagt diese Saison über dich als Spieler und als Mensch aus?
Die vergangene Saison hat mir wieder gezeigt, dass Aufgeben für mich keine Option ist. Rückschläge gehören im Sport dazu, aber entscheidend ist, wie man damit umgeht. Ich habe immer versucht, weiterzumachen, mich zurückzukämpfen und dem Team so gut wie möglich zu helfen. Das ist auch ein Stück weit meine Einstellung: dranbleiben, arbeiten und nicht aufgeben.
Was macht für dich einen Spieler wertvoll, auch wenn er vielleicht nicht jeden Abend auf dem Spielberichtsbogen ganz oben steht?
Ein Spieler ist nicht nur dann wertvoll, wenn er Tore schießt oder Punkte sammelt. Oft sind es die kleinen Dinge auf dem Eis, die wichtig sind: ein gewonnener Zweikampf, ein geblockter Schuss, der richtige Pass oder ein Laufweg, der einem Mitspieler eine Chance ermöglicht. Wenn man diese Kleinigkeiten richtig macht und damit dem Team hilft, ist das genauso wertvoll.
Jörg Noack spricht bei dir von Arbeit, Haltung und Mentalität – wie wichtig sind genau diese Eigenschaften für die Identität und Mentalität der Mannschaft?
Für mich sind Arbeit, Haltung und Mentalität die Grundlage. Ohne diese Dinge brauchen wir gar nicht erst aufs Eis zu gehen, dann können wir gleich daheim bleiben. Gerade als Mannschaft müssen wir bereit sein, füreinander zu arbeiten, Rückschläge anzunehmen und immer weiterzumachen. Nur so entsteht eine Identität, mit der man gemeinsam erfolgreich sein kann.
Wenn du deine neue Saison mit einem Satz überschreiben müsstest – welcher wäre das?
Wir müssen zusammenhalten, sonst kann es ungemütlich werden.
Warum war es für dich der richtige Schritt, deinen Weg beim EV Füssen weiterzugehen?
Für mich war es der richtige Schritt, weil mir der Sport einfach Spaß macht und weil mir der EV Füssen wichtig ist. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir hier etwas aufbauen und vor allem den jungen Spielern eine Perspektive geben. Wenn man sieht, dass sich junge Spieler entwickeln und ihren Weg gehen können, dann ist das etwas, wofür es sich lohnt, weiterzumachen.



