Gut gespielt, am Ende aber wieder verloren. Beim 1:2 (0:0, 0:2, 1:0) in Garmisch hielt der EVF über weite Strecken mit, zeigte sich in der Abwehrarbeit auch deutlich verbessert, konnte aber nicht die nötigen Tore erzielen, um unter der Zugspitze zu punkten. Da man nach dem Ausfall von Miller, Stocker, Dropmann, Rott, Vogl, Nadeau und Deubler ein sehr junges Team am Start hatte, war die Leistung aber dennoch respektabel. Bereits am Sonntag geht es für den EV Füssen um 17 Uhr zum EC Peiting. Der EVF springt für Passau ein, da die Blackhawks ihre Partie gegen den ECP absagen mussten. Es wird damit die auf den 19. Februar terminierte Begegnung vorgezogen.

Trotz der Ausfälle lieferte der EVF zunächst schon ein richtig gutes Startdrittel ab. Zwar kam man offensiv nur zu wenigen Torabschlüssen, spielte dafür aber defensiv sehr diszipliniert und ließ nur wenige Chancen der Gastgeber zu. Die kamen in der elften Minute durch Vollmer zu ihrer ersten guten, der zielte aber knapp vorbei. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts setzte auch Kronawitter bei einem Konter den Puck daneben. Füssen kam erst in den letzten fünf Minuten offensiv etwas auf und hatte hier einige Schussmöglichkeiten.

Im Mitteldrittel waren die Schwarz-Gelben auch im Angriff besser im Spiel, hatten aber in der 26. Minute Pech, als das Schiedsrichtergespann den umstrittenen Führungstreffer des SCR anerkannte. Beim Angriff der Garmischer waren sechs Feldspieler auf dem Eis, trotzdem hieß es 1:0 durch Arkiomaa. Gerade in der momentanen Phase ist so eine Entscheidung natürlich bitter. Symptomatisch dann auch die nächsten Szenen. Nach einem Garmischer Fehler hatte Höfler direkt danach freie Bahn, visierte aber genau die Fanghand von Torhüter Allavena an. Danach kam es zum ersten Überzahlspiel, da Florian Stauder in die Bande gecheckt wurde und verletzt ausschied. Er wurde durch den 17-jährigen David Moor ersetzt. Gute Chancen erspielten sich die Ostallgäuer, konnten aber nicht treffen. Als Vincent Wiedemann alleine auf den gegnerischen Kasten zulief war das die große Möglichkeit zum Ausgleich, Allavena blieb aber erneut Sieger. Auf der anderen Seite nutzte Garmisch seine Konterchance zum 2:0 durch Soudek. Dadurch wurde der Druck des EVF gestoppt und in der Folge dominierten die Gastgeber die Partie bis zur Pausensirene.

Im letzten Abschnitt kam es zunächst nur bei Überzahlspielen zu Chancen für die Teams. Dabei hatte Füssen Glück, als der Finne Arkiomaa am leeren Tor vorbei zielte. Auf der Gegenseite lag auch beim Powerplay des EVF mehrmals ein Treffer in der Luft. Danach traf Kronawitter die Latte, im Gegenzug Payeur den Außenpfosten. Füssen musste natürlich mehr riskieren, was den Werdenfelsern Räume für Konter bot. Der fehlerfreie Andi Jorde ließ sich aber nicht überwinden, und als Garmisch nochmals eine Strafe zog war das 1:2 endlich fällig. Nach einem Pfostenschuss von Marc Sill traf Florian Höfler im Nachschuss. Danach hatte der EVF mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger. Zelenka scheiterte mit einer guten, Klein sogar mit einer sehr guten Chance. Und auch mit gezogenem Torhüter ging es nochmals rund vor dem Garmischer Kasten, es blieb bei insgesamt 37 abgegebenen Füssener Schüssen jedoch bei einem Treffer, womit man knapp an einem Punktgewinn vorbei schrammte. (MiL)

Tore: 1:0 (26.) Arkiomaa, 2:0 (32.) Soudek (Radu, Vollmer), 2:1 (58.) Höfler (Sill, Payeur/5-4). Strafminuten Riessersee 6, Füssen 6. Zuschauer 0.