Der Deggendorfer SC wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte den EV Füssen klar mit 7:1 (2:0, 3:1, 2:0). Auch wenn sich das deutliche Resultat danach anhört, so machte der EVF doch auch vieles richtig und unterlag sicherlich zu hoch. Das Spiel war für die Ostallgäuer aber ein Spiegelbild der momentanen Phase. Bis zum Ende gekämpft, vorne viel Aufwand, um ein Tor zu erzielen, Gegner kommt zu leichten und oftmals auch glücklichen Treffern. Der verdiente Erfolg von Deggendorf und seiner individuellen Klasse ist dabei unstrittig.

Der EVF lieferte eigentlich ein gutes Startdrittel ab, lag aber dennoch mit 0:2 in Rückstand. Gleich in der Anfangsphase musste man zwei Strafzeiten hinnehmen, konnte diese gut überstehen. Auf der anderen Seite ging bei einem eigenen Powerplay nichts zusammen. Deggendorf war scheibensicherer, konnte den EVF aber nicht sonderlich in Bedrängnis bringen. Überhaupt waren große Möglichkeiten bei beiden Teams zunächst Mangelware. Füssen hatte hauptsächlich durch Nachschüsse seine Chancen, konnte diese aber mehrmals nicht verwerten. Glücklicher lief es für das Heimteam, ein Schlagschuss wurde von David Kuchejda unhaltbar zum 1:0 abgefälscht. Im zweiten Überzahlspiel hatten die Schwarz-Gelben dann wieder zwei gute Schüsse und die entsprechenden Abpraller, aber auch die brachten nichts Zählbares. Im Gegenteil enteilte Andrew Schembri mit der Scheibe und verwandelte fünf Sekunden vor der Drittelsirene in Unterzahl zum 2:0.

Nach diesem denkbar ungünstigen Ende der ersten zwanzig Minuten begann Füssen die nächsten wieder engagiert und hatte zunächst auch gute Chancen. Nach und nach wurde der DSC jedoch stärker. Kumeliauskas scheiterte noch am Pfosten, danach konnte in Überzahl aber Thomas Greilinger Füssens Keeper Jorde mit einem Schlagschuss zum 3:0 überraschen. Als nur eine halbe Minute später David Seidl nach einem Schuss zum 4:0 abstaubte war schon die Vorentscheidung gefallen und der EVF sichtlich verunsichert. Andi Jorde musste nun mehrere Glanzparaden auspacken. Entlastung brachte ein Powerplay, aber wenn es schon mal nicht läuft, dann richtig. Stauder wurde im Aufbauspiel zu Fall gebracht, statt eines Pfiffes gab es das zweite Unterzahltor, Greilinger zielte beim 5:0 ganz genau. Wieder komplett rettete Jorde gegen Kumeliauskas und Schembri, ehe die Schlussphase Füssen gehörte. Erstmals wurde richtig Druck aufgebaut mehrmals war man knapp an einem Treffer dran. Das fällige Tor erzielte dann Marc Sill in Überzahl.

Wie einfach und glücklich es manchmal gehen kann zeigte sich schnell im Schlussabschnitt. Ein Pass ging an den Schlittschuh von Rene Röthke, die Scheibe senkte sich in einer Bogenlampe über Jorde zum 6:1 ins Tor. Kuchejda hätte gleich nachlegen können, danach bekam aber der EVF Oberwasser. Doch Keller, Höfler, Wiedemann bei einem Unterzahlkonter, Naumann und Payeur scheiterten allesamt. Die Schlussphase gehörte dann wieder eher Deggendorf, das nach einem Fehlpass des EVF im Aufbauspiel auch noch den dritten Treffer und somit das 7:1 durch Ex-Nationalspieler Greilinger nachlegen konnte. (MiL)

 

Tore: 1:0 (18.) Kuchejda (Schaber, Wiederer), 2:0 (20.) Schembri (Röthke, Hufsky/4-5), 3:0 (26.) Greilinger (Schaber, Kuchejda/5-4), 4:0 (27.) Seidl (Ostwald, Kumeliauskas), 5:0 (32.) Greilinger (Gollenbeck/4-5), 5:1 (39.) Sill (Stocker, Stauder/5-4)), 6:1 (42.) Röthke (Schaber, Kuchejda), 7:1 (56.) Greilinger. Strafminuten Deggendorf 14, Füssen 16. Zuschauer 0.