Achtbar aus der Affäre gezogen hat sich der EV Füssen in Weiden. Am Ende hieß es 3:1 (3:0, 0:1, 0:0) für die Gastgeber, die damit den siebten Sieg im siebten Spiel feiern konnten und weiterhin an der Spitze der Tabelle stehen. Der EVF steigerte sich nach einem schwachen Start und konnte dann vor allem defensiv überzeugen. Da auch die Blue Devils aus einer starken Abwehr heraus agierten gab es über weite Strecken nur wenige Tormöglichkeiten. Der Sieg des Favoriten war natürlich verdient, die ersatzgeschwächten Füssener verkauften sich insgesamt aber teuer.

Nach nur 20 Sekunden landete ein Alleingang von Weiden am Pfosten, danach musste Benedikt Hötzinger mehrmals entscheidend eingreifen. Der Beginn des EVF war erneut verhalten, was dann auch Trainer Marko Raita nach dem Spiel bemängelte. Bei einem frühen Überzahlspiel gelang nichts, im Gegenteil rettete Hötzinger auch hier gegen Homjakovs. Der nächste Alleingang von Tomas Rubes führte dann zum 1:0 für Weiden. Pech jedoch für Füssen, dass dieser Treffer überhaupt gegeben wurde, denn es lag eine eindeutige Torhüterbehinderung vor. Auch danach hatte der erneut sehr starke Hötzinger genügend zu tun, ehe der Anfangselan der Weidener etwas nachließ. Nun kam auch der EVF zu guten Chancen. Straub, Krauß und Dalldush verpassten knapp den Ausgleich. Ausgerechnet in diese gute Füssener Phase hinein erzielte Dennis Thielsch mit einer Einzelaktion das 2:0, eineinhalb Minuten später erhöhte Edgars Homjakovs im ersten Überzahlspiel im Nachschuss sogar auf 3:0.

Füssen musste auch nach diesem Treffer in Unterzahl spielen, insgesamt über vier Minuten am Stück. Doch diese brenzlige Situation wurde unbeschadet überstanden. Danach war man voll im Spiel und hatte durch Samuel Payeur eine weitere gute Möglichkeit. Benedikt Hötzinger musste aber auch zwei weitere Alleingänge der individuell starken Gastgeber entschärfen. Nachdem die Schwarz-Gelben ein weiteres Unterzahlspiel schadlos überstanden hatten, traf Dejan Vogl bei einem Konter zum 3:1. Dieses Tor kam zu dem Zeitpunkt etwas überraschend, brachte den EVF aber wieder zurück ins Spiel.

Im letzten Abschnitt hatte zunächst Johannes Krauß eine gute Möglichkeit, dann klärte Hötzinger gegen Heinisch. Im Gegenzug kam die große Chance für Maximilian Hops, der frei vor Jaroslav Hübl auftauchte, das Gehäuse aber knapp verfehlte. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften und es gab fast keine nennenswerten Torchancen mehr. Weiden vergab ein weiteres Powerplay, erst in der Schlussphase kam es dann nochmals zu Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die größte hatte für den EVF Samuel Payeur in der 59. Minute, frei vor dem Tor verzog er aber. Am Ende brachte auch die Herausnahme des Torhüters nichts mehr, Weiden verteidigte den Vorsprung zu souverän. Trotzdem hatte Füssen eine gute Leistung mit viel Kampf gezeigt und beim Tabellenführer immerhin zwei Drittel lang keinen Gegentreffer zugelassen. Das sollte Selbstvertrauen für kommende Aufgaben geben. (MiL)

 

Tore: 1:0 (5.) Rubes (Heinisch), 2:0 (17.) Thielsch (Schreyer, Homjakovs), 3:0 (19.) Homjakovs (Ostwald,Palka/5-4), 3:1 (38.) Vogl (Deubler, Seitz). Strafminuten Weiden 4, Füssen 10. Zuschauer 942

 

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