Der EV Füssen hat gegen die Lindau Islanders sein neuntes Vorbereitungsspiel mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) verloren. Die Voraussetzungen waren zu den beiden vorangegangenen Heimniederlagen wieder andere. Diesmal standen dank drei Förderlizenzspielern zwar vier komplette Sturmreihen zur Verfügung, dafür fehlten in der Verteidigung neben Brad Miller auch noch Lubos Velebny und Quirin Stocker. Das gab im letzten Abschnitt und mit insgesamt acht Über- und neun Unterzahlspielen schließlich den Ausschlag für die Gäste, da der EVF keinen Druck mehr aufbauen konnte.

Beide Mannschaften lieferten sich ein recht ausgeglichenes Startdrittel. Lindau traf in der zweiten Minute in Überzahl den Pfosten, auf der anderen Seite visierte Christian Krötz das Gestänge an. Bei zwei weiteren Strafen gegen den EVF hatten jeweils Eric Nadeau und Samuel Payeur Unterzahlbreaks, scheiterten aber. Den dritten Unterzahlkonter hatten die Gäste durch Zweitliga-Neuzugang Daniel Schwamberger, dieser blieb vor dem Tor cool und markierte gegen Maximilian Meier das 0:1. Nach einer weiteren Strafe gegen die Gäste waren die Schwarz-Gelben kurz darauf in doppelter Überzahl, dies nutzte Florian Stauder mit einem platzierten Schuss zum Ausgleich. Bezeichnend für den Abschnitt auch die letzte Minute, als beide Teams bei Kontern die Führung vergaben

Im Mitteldrittel gab dann der EVF über weite Strecken den Ton an. Allerdings fiel zunächst sehr unglücklich das 1:2. Ein misslungener Abwehrversuch, ein geblockter Schuss, der sich in einer Bogenlampe über Maxi Meier senkte, und schon musste Michael Wirz nur noch ins leere Tor schieben. Etwas glücklich war dann auch die Entstehungsgeschichte des Füssener Ausgleichs. Die Scheibe kam vom Linesman direkt auf den Schläger von Sam Payeur, der zog sofort ab und traf sehenswert zum 2:2. Zuvor hatten schon Simon und Deubler große Chancen, kurz darauf scheiterte Burghart aussichtsreich. Lindau kam erst gegen Ende des Abschnitts etwas auf, begünstigt durch zwei Überzahlspiele.

Im Schlussdrittel waren die Gäste aber dann am Drücker. Schwamberger scheiterte diesmal mit einem Unterzahlkonter, danach wanderten die nun meist einen Schritt zu langsam agierenden Schwarz-Gelben gleich viermal auf die Strafbank. Hier traf der Schwede Linus Lundström zunächst den Pfosten, sechs Zeigerumdrehungen setzte er jedoch einen Abpraller zum 2:3 ins Netz. Zuvor hatte Vogl eine große Unterzahlchance vergeben, danach scheiterte noch Deubler nach schönem Spielzug. Das war es aber bereits mit den Füssener Möglichkeiten, und gerade bei zwei eigenen Powerplay-Situationen am Ende zeigte sich dann doch deutlich, dass man nur mit fünf Verteidigern angetreten war und die vielen Eiszeiten für die Special Teams ihre Spuren hinterlassen hatten. (MiL)

Tore: 0:1 (16.) Schwamberger (Ochmann/4-5), 1:1 (17.) Stauder (Payeur, Deubler/5-3), 1:2 (23.) Wirz (Sezemsky, Wucher), 2:2 (29.) Payeur (Jentsch, Rott), 2:3 (54.) Lundström (Widen. Lüsch/5-4). Strafminuten Füssen 20, Landsberg 16. Zuschauer k.A.