Ganz wichtiger Sieg für den EV Füssen. Erstmals in dieser Saison konnten die Schwarz-Gelben den HC Landsberg besiegen. Auf gegnerischem Eis gab es einen bis zum Ende hart umkämpften, auf Grund der vielen Chancen aber auch verdienten 5:3-Erfolg (2:0, 2:2, 1:1) des EVF. Damit wurde der siebte Platz gehalten und der Rückstand auf den Sechsten EC Peiting auf vier Punkte verkürzt. Ganz wichtig ist nun das Spiel am Sonntag um 18 Uhr auf heimischem Eis gegen den ECP, mit einem Sieg könnte Füssen die Peitinger richtig in Bedrängnis bringen. Erstmals seit März wird dabei Marco Deubler wieder bei einem Heimspiel auflaufen, dazu kommt es in dieser Partie zum Wiedersehen mit Sam Payeur und Marc Besl. Die Voraussetzungen für ein großes Spiel sind erfüllt.

Die Anfangsphase in Landsberg verschliefen die Füssener. Es war im alten Duell der Lechstädte Torhüter Benedikt Hötzinger zu verdanken, dass man nicht in Rückstand geriet. Ziemlich überraschend fiel nach schöner Vorarbeit von Julian Straub aber das 0:1 durch Carl Zimmermann. Und nur zwei Minuten später erzielte Straub nach einem Konter sogar das 0:2. Diese Effizienz sollte sich im Laufe des Spiels noch ziemlich ändern.

Nachdem Jere Helenius Ende des ersten Drittels vom Schiedsrichtergespann eine vierminütige Strafe aufgebrummt bekommen hatte, begannen die Riverkings den zweiten Abschnitt in Überzahl und nutzten diese Situation durch Adriano Carciola zum Anschlusstreffer. Eine weitere Strafe konnten sie dagegen nicht verwerten. Wieder komplett übernahmen die Füssener immer mehr das Kommando und erzielten nach einem Abwehrfehler das 1:3 durch Leon Dalldush. In der Folge verpassten sie aber trotz der Überlegenheit die Führung auszubauen, kassierten stattdessen sogar einen Konter zum 2:3, erneut war Carciola der Schütze. Mit einem tollen Solo stellte Janne Seppänen jedoch den alten Abstand wieder her. Bis zur Pausensirene hatten Zimmermann für Füssen und Carciola für Landsberg noch je eine Riesenchance.

Im Schlussdrittel drückte der HCL nochmals auf das Tempo, erspielte sich gleich drei gute Möglichkeiten. Der Eissportverein befreite sich jedoch schnell und hatte nun seinerseits die großen Chancen. Aber Helenius, Neudecker, Straub, Zimmermann, Dalldush und Slavetinsky, der sogar das offene Tor vor sich hatte, vergaben allesamt. Als dann die Unparteiischen etwas Schicksal spielten und bei Landsberg beide Augen zudrückten, bei Füssen jedoch nicht, nutzte Florian Stauder das Überzahlspiel zum 3:4. Jetzt wurde es nochmals richtig spannend. Der EVF bekam dann in der 55. Minute doch noch ein Powerplay, hier verpasste aber Bauer Neudecker das offene Gehäuse. Und das hätte sich beinahe gerächt, denn in der 58. Minute waren die nicht aufsteckenden Gastgeber ganz nah am Ausgleich dran, verpassten bei einem Konter gleich zweimal knapp. Als Bauer Neudecker im Gegenzug dann doch noch traf, war das die Entscheidung. Die letzten beiden Spielminuten durfte Füssen dann noch in doppelter Überzahl ran, was hier an Chancen vergeben wurde wäre ein eigenes Kapitel. Es blieb beim wichtigen 5:3 für den EVF.

 

Aufstellung EV Füssen:

Benedikt Hötzinger, Moritz Borst; Lukas Slavetinsky, Nicolas Jentsch, Justus Meyl, Jörg Noack, Tobias Baader, Florian Simon, David Kaiser; Carl Zimmermann, Julian Straub, Bauer Neudecker, Janne Seppänen, Jere Helenius, Leon Dalldush, Pius Seitz, Marco Deubler, Ondrej Zelenka, Leon Sivic.

Tore: 0:1 (14.) Zimmermann (Neudecker, Straub), 0:2 (16.) Straub (Neudecker, Slavetinsky), 1:2 (22.) Carciola (Lavallee, Strodel/5-4), 1:3 (27.) Dalldush (Straub, Zimmermann), 2:3 (29.) Carciola (Strodel, Wedl), 2:4 (31.) Seppänen (Helenius, Slavetinsky), 3:4 (51.) Stauder (Strodel, Hanke/5-4), 3:5 (58.) Neudecker (Zimmermann, Straub). Strafminuten Landsberg 8, Füssen 10. Zuschauer 899.

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