Weitere Verstärkung für die Abwehr des EV Füssen aus dem eigenen Lager. Verteidiger Nicolas Jentsch wird in seine siebte Saison in der ersten Mannschaft seines Stammvereins gehen. Dabei ist der Verteidiger erst 23 Jahre alt. Als Eigengewächs nimmt er jedoch bereits jetzt eine wichtige Rolle im Team ein und kann schon auf einige Erfahrung zurück greifen.
Mit 1.87 Meter ist Nicolas ein hochgewachsener Defender, der auch das Körperspiel nicht scheut. Bereits im Nachwuchsbereich spielte er beim EVF hochklassig. Als Spieler des DNL-Teams debütierte er dann 2019 auch in der ersten Mannschaft, wo er sich die nächsten Jahre in der Oberliga einen Stammplatz erkämpfte. Mittlerweile hat er schon 266 Spiele für den Eissportverein in der Oberliga absolviert. Neben seinen Stärken in der Abwehr steuerte er offensiv in diesen Partien 14 Treffer und 32 Vorlagen bei. Davon entfielen auf die letzte Saison drei Tore und fünf Assists in 52 Spielen sowie 66 Strafminuten.
EVF-Vorstand Jörg Noack: „Mit Nicolas Jentsch haben wir mit dem nächsten Eigengewächs verlängert, das in der letzten Saison einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht hat. Nach Partien und Phasen in den letzten Jahren, in denen es für ihn auch mal nicht ganz leicht war, hat er sich über die letzte Saison hinweg deutlich stabilisiert und ist zu einer verlässlichen Größe in unserer Defensive geworden. Nicolas spielt mit Härte, scheut keinen Zweikampf und geht dorthin, wo es weh tut – genau solche Verteidiger brauchst du in dieser Liga. Dazu kommt seine Arbeit neben dem Eishockey. Nicolas arbeitet Vollzeit bei unserem Sponsor iwis smart connect und bringt trotzdem Woche für Woche die nötige Intensität, um auf Oberliga-Niveau zu bestehen. Genau diese Haltung – dranbleiben, sich über Arbeit entwickeln und Verantwortung übernehmen – macht ihn für uns so wertvoll. Deshalb freue ich mich sehr, dass er seinen Weg beim EV Füssen weitergeht.“
Im Gespräch mit Nicolas Jentsch
1. Du bist in Füssen geboren, beim EVF groß geworden und hast hier deine ersten Schritte gemacht – was macht es für dich besonders, weiterhin für diesen Verein zu spielen?
Füssen ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen, habe beim EVF meine ersten Schritte im Eishockey gemacht und verbinde mit dem Verein sehr viel. Deshalb ist es für mich etwas Besonderes, weiterhin für diesen Club aufzulaufen. Dazu kommt, dass ich hier Beruf und Eishockey sehr gut miteinander verbinden kann. Das macht es für mich möglich, diesen Weg weiterzugehen und alles für den EVF zu geben.
3. Du hast in der letzten Saison einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht. Was hat sich bei dir verändert – sportlich und vielleicht auch vom Kopf her?
Ich glaube, dass mir vor allem die gesammelte Erfahrung sehr geholfen hat. Dazu kam, dass ich körperlich in einer guten Verfassung war und dadurch besser zu meinem Spiel gefunden habe. Mit mehr Spielpraxis und Fitness ist auch mein Selbstvertrauen gewachsen. Das hat mir auf dem Eis sehr geholfen und dafür gesorgt, dass ich meine Rolle besser ausfüllen konnte.
4. Du bist ein Verteidiger, der keinem Zweikampf aus dem Weg geht. Was bedeutet dir diese Art von Spiel?
Für mich gehört diese Art von Spiel einfach dazu. Eine Mannschaft braucht Spieler, die harte Zweikämpfe führen, dagegenhalten und es dem Gegner unangenehm machen. Genau das ist ein wichtiger Teil meines Spiels. Ich will defensiv verlässlich sein, körperlich präsent auftreten und der Mannschaft mit dieser Spielweise helfen.
5. Welche Rolle willst du in der kommenden Saison innerhalb der Mannschaft einnehmen?
Ich möchte ein konstanter und verantwortungsbewusster Spieler sein, auf den sich die Mannschaft verlassen kann. Mir ist wichtig, meine Aufgaben zuverlässig zu erfüllen und in jeder Situation alles reinzuwerfen. Gleichzeitig will ich jeden Tag daran arbeiten, mich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt zu machen.
6. Du arbeitest Vollzeit und spielst trotzdem Oberliga-Eishockey. Was treibt dich an, diesen Aufwand Woche für Woche zu gehen? Und wie viel Disziplin steckt hinter einer Saison, die viele von außen nur am Spieltag sehen?
Dass es nicht immer leicht ist, sollte jedem bewusst sein. Beruf und Oberliga-Eishockey unter einen Hut zu bringen, bedeutet viel Aufwand, gute Organisation und eine Menge Disziplin. Aber genau das macht für mich auch den Reiz aus. Es macht einfach Spaß, gemeinsam mit seinen Freunden auf dem Eis zu stehen und es den Profis schwer zu machen. Ohne harte Arbeit, Disziplin und die richtige Einstellung würde das nicht funktionieren.




