Ein straffes Programm wartet auf den EVF zwischen den Feiertagen. Bis 7. Januar sieht der Spielplan der Oberliga Süd in dreizehn Tagen sechs Spiele vor. Wohl dem, der hier einen breiten Kader aufweisen kann. Los geht es für die Füssener am morgigen zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Derby beim EC Peiting (Beginn 18 Uhr). Es folgt dann zunächst ein weiterer Doppelvergleich mit dem EV Lindau zu ungewohnten Wochentagen. Am Samstagabend steht um 18 Uhr das Heimspiel gegen die Islanders an, am Montag geht es dann um 19.30 Uhr am Bodensee um Punkte.

Alle drei Spiele vor dem Jahreswechsel bieten auf Grund der Tabellensituation einiges an Brisanz. Der EVF könnte mit weiteren Punkten bereits den vorzeitigen Klassenerhalt sichern, was sicherlich ein Riesenerfolg für den Bayernliga-Aufsteiger wäre. Dreizehn Zähler beträgt der Vorsprung seit dem Heimsieg gegen den SC Riessersee bereits auf den neuen Elften Sonthofen. Mit einem Sieg in Peiting und einer gleichzeitigen Niederlage von Sonthofen in Garmisch wäre die Meisterrunde für den Eissportverein bereits fünf Partien vor Ende der Hauptrunde sicher. Peiting und Lindau wären wohl auch bei Qualifikation für diese Meisterrunde direkte Konkurrenten, der ECP liegt zwei Zähler hinter Füssen in der Tabelle, die Islanders deren sechs. Da die Punkte mitgenommen werden, zählt auch hier bereits jeder Erfolg.

Der EC Peiting spielt als Vorjahresmeister der Oberliga Süd bislang eher eine durchwachsene Saison. Mit dem sechsten Tabellenplatz liegt man momentan nur im Mittelfeld der Liga. Doch die Abstände sind zumindest von den Plätzen 3 bis 8 recht gering. Außerdem haben die Oberbayern immer noch einen sehr starken Kader mit ihren Stars Nardo Nagtzaam, Ty Morris oder Martin Mazanec und sind vor allem auf heimischem Eis eine Macht. Seit Anfang November konnte lediglich Aufstiegsaspirant Deggendorf in Peiting gewinnen. Der EVF konnte beim 3:4 im Penaltyschießen zumindest einen Punkt ergattern und ließ dann Ende November einen 3:2-Heimsieg folgen.

Die Lindau Islanders schienen zunächst das Team zu sein, welches zusammen mit Höchstadt in die Verzahnung mit der Bayernliga muss. Doch nach einem Trainerwechsel lief es am Bodensee plötzlich viel besser, man kletterte mittlerweile sogar bis auf den achten Platz und könnte sogar um die Playoff-Plätze mitspielen. Erst einmal gilt es aber, die Qualifikation für die Meisterrunde zu sichern. Hier liegt man sieben Zähler vor Sonthofen, hat aber ein schweres Restprogramm. Man muss noch im direkten Vergleich zu den Bulls, hat zudem zweimal Tabellenführer Memmingen sowie den SC Riessersee als Gegner. Da wären Punkte in den beiden Vergleichen mit Füssen viel Wert, mit zwei Siegen könnte man den EVF sogar ein- bzw. überholen. Die beiden bisherigen Vergleiche gingen mit 5:2 und 3:2 an Schwarz-Gelb. Es sind zwei enge Spiele zu erwarten, die neben dem Kampf um die Meisterrunde auch gleich ein Kampf um Playoff-Plätze sein könnten. (MiL)