Mit den Spielen am Freitag um 20 Uhr beim Zweitliga-Absteiger Deggendorfer SC sowie am Sonntag am heimischen Kobelhang um 18 Uhr gegen den EV Regensburg endet für den EV Füssen der erste Teil der Oberliga Süd Hauptrunde. Es schließt sich danach vom 13. Dezember bis zum 7. Januar eine regionale Einfachrunde mit den Gegnern Memmingen, Sonthofen, Riessersee, Peiting und Lindau an.

Deggendorf und Regensburg haben eines gemeinsam: Sie wurden vor der Saison als Favoriten in der Liga gehandelt. Während sich der DSC von Anfang an an der Tabellenspitze etablierte und erst zuletzt von Memmingen auf den zweiten Rang verdrängt wurde, hatte Regensburg einen schweren Start und rutschte zwischenzeitlich sogar auf den elften Tabellenplatz ab. Es folgte die Freistellung von Trainer Igor Pavlov, Max Kaltenhauser übernahm. Die Maßnahme zeigte Wirkung, mit zuletzt drei Siegen in Folge gegen Sonthofen, Selb und Lindau sind die Eisbären wieder voll im Geschäft. Wie knapp es zugeht zeigte allerdings wieder das vorgezogene Spiel am Dienstag. Hier kam Sonthofen zu einem klaren Heimsieg gegen Rosenheim und verdrängte Regensburg auf den zehnten Rang, punktgleich mit dem neuen Elften Weiden. Für den EV Füssen ist der EVR der einzige Gegner, gegen den man bislang noch nicht punkten konnte, auswärts gab es eine knappe 1:2-Niederlage. Trotz des Aufwärtstrends des Gegners wird die Mannschaft von Trainer Andreas Becherer am Sonntag alles versuchen, um das Gästeteam mit seinen Starstürmern Richard Divis, Nikola Gajovsky und Peter Flache (alle drei mit zusammen bereits 103 Punkten unter den Top Ten der besten Liga-Scorer) zu besiegen und seinen Lauf mit zuletzt sechs Heimsiegen in Folge fort zu setzen. Dazu hat sich der Vorsprung auf den elften Platz zuletzt wieder verringert, so dass weitere Punkte sehr wichtig für den EVF wären.

Diese werden zuvor in Deggendorf ziemlich schwer zu erringen sein, auch wenn die Füssener das Hinspiel mit 4:2 gewinnen konnten und damit für das erste punktlose Saisonspiel der Niederbayern sorgten. Bei diesen fällt zur Zeit der Topscorer Thomas Greilinger verletzt aus, die Mannschaft hat aber auch so genug Potential, um diesen Ausfall wett zu machen. Ohne ihn gewann man die letzten drei Auswärtsspiele in Rosenheim, Garmisch und Peiting, schlug zudem Höchstadt deutlich. Lediglich gegen Weiden gab es eine überraschende 3:4-Heimniederlage, welche dem EVF zeigt, dass man auch beim großen Ligafavoriten nicht ganz chancenlos ist. Seiner Außenseiterrolle ist man sich am Lech dabei durchaus bewusst, auch wenn die Partie von der Tabellenkonstellation her (Zweiter gegen Dritter) eigentlich ein Topspiel ist. Doch schon ein Blick auf die Etats beider Mannschaften zeigt einen riesigen Unterschied zwischen dem DEL2-Absteiger und dem Aufsteiger aus der Bayernliga. Der EVF wird auf jeden Fall versuchen, diesen auf dem Eis möglichst gering aussehen zu lassen. (MiL)