Der EV Füssen hat auch das zweite Testspiel bei einem Bayernligisten gewonnen. In Peißenberg gab es einen 5:2-Erfolg (0:0, 3:1, 2:1). Nach der Partie drei Tage zuvor in Kaufbeuren waren einige Spieler wieder in den Kader zurückgekehrt, es fehlten mit Lubos Velebny, Justus Meyl und Maximilian Dropmann aber weiterhin drei Verteidiger. Als Förderlizenzspieler wirkten Leon Van der Linde und Maximilian Miller mit, außerdem wurde Gasttorhüter Moritz Borst über die gesamte Spielzeit eingesetzt. Alle drei konnten wie schon in den bisherigen Einsätzen für den EVF überzeugen.

Bis zum Sieg bei den Miners war es aber ein harter Weg. Durch die Umstellungen und teils neu formierte Reihen ging bei den Ostallgäuern lange Zeit nicht viel zusammen. Wie schon in Kempten war der Bayernligist im ersten Abschnitt voll auf Augenhöhe. Nur bei einem Überzahlspiel in der 11. Minute hatten die Füssener eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen zur Führung. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt ergab schnell eine große Chance für Marc Sill, die Führung markierte nach einem Konter aber der TSV in Person von Valentin Hörndl. Als Lidl beinahe das 2:0 nachgelegt hätte, nahm Trainer Marko Raita bereits in der 26. Minute eine Auszeit. Die Maßnahme fruchtete, denn danach ging sein Team mit deutlich mehr Engagement zu Werke. Es dauerte aber bis zur 35. Minute, ehe eine der vielen Chancen genutzt werden konnte. Marco Miller verwertete in Überzahl einen Querpass von Taratukhin zum 1:1. Zweieinhalb Minuten später profitierte Sam Payeur von einem Fehler des Gegners im eigenen Drittel und bestrafte diesen eiskalt mit dem 1:2. Und als nur 16 Sekunden später ein strammer Schuss von Leon van der Linde im von Korbinian Sertl bestens gehüteten Tor einschlug, bog der EVF auf die Siegerstraße ein, auch wenn die Gastgeber bei einem Überzahlspiel zum Drittelende nochmals Druck machten.

Im letzten Abschnitt legte Marc Sill schnell das 1:4 nach, der EVF scheiterte in der Folge aber immer wieder mit guten Möglichkeiten zum Beispiel durch Jentsch oder Vogl. Besser machte es dann Dominik Krabbat, der nach einem langen Pass seine Routine ausspielte und das 2:4 erzielte. Richtig eng wurde es aber nicht mehr, dafür konnten die Oberbayern zu wenig Druck entwickeln. In der Schlussphase gab es dann eine ganze Reihe Strafzeiten, ein kurzzeitiges doppeltes Überzahlspiel nutzte Dejan Vogl nach tollem Deubler-Pass zum Endstand von 2:5. (MiL)

Tore: 1:0 (24.) Hörndl (Andrä), 1:1 (35.) Miller (Deubler, Simon/5-4), 1:2 (38.) Payeur, 1:3 (38.) Van der Linde (Zelenka), 1:4 (42.) Sill (Straub, Dalldush), 2:4 (49.) Krabbat (Rousek), 2:5 (56.) Vogl (Deubler/5-3). Strafminuten Peißenberg 20, Füssen 14. Zuschauer 260.

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