Der Eissportverein hat den vierten Vergleich mit dem EC Peiting für sich entschieden, am Ende aber beim 4:3 nach Verlängerung (0:0, 0:1, 3:2, 1:0) auch einen Punkt liegen gelassen. Bis zwei Minuten vor Ende sah man wie der sichere Sieger aus, ehe das Heimteam mit gezogenem Torhüter noch zwei Treffer erzielte und 22 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:3 ausglich. In der Verlängerung holte sich der EVF dann zumindest den verdienten Zusatzpunkt.

Torlos endete das erste Spieldrittel. Die Gastgeber waren zunächst spielbestimmend mit einigen Möglichkeiten, gerade bei einem frühen Überzahlspiel. Und auch gegen Ende des Abschnitts machte der ECP Druck. Dazwischen lagen fünf Minuten, in denen die Füssener gleich ein halbes Dutzend Riesenchancen und damit auch die sichere Führung vergaben. Helenius und Straub scheiterten bei angezeigter Strafe frei vor dem Tor, in Überzahl drückte der EVF. Der Puck schien schon fast über der Linie, die Entscheidung lautete aber kein Tor. Der ECP fing sich noch eine weitere Strafe ein, hier vergab Seppänen aus bester Position. Noch größer war die Möglichkeit für Straub, der nach einem Abpraller gar das offene Tor vor sich hatte, aber noch einen Gegner anschoss.

Ins Mitteldrittel startete wieder Peiting besser und Benedikt Hötzinger hatte einiges zu halten. Dann übernahm aber der Eissportverein vermehrt das Kommando. Helenius vergab gleich drei gute Chancen, Slavetinsky verpasste knapp und Dalldush verzog auch frei vor dem Tor. Erneut hätte Füssen eigentlich führen müssen, obwohl der ECP noch eine dicke Konterchance vergab. Im Powerplay schien die nächste Möglichkeit für das 1:0 des EVF da zu sein, die Situation wurde jedoch nicht genutzt. Zu diesem Zeitpunkt sicherlich überraschend machte Felix Brassard bei einem der wenigen Angriffe des Heimteams in dieser Phase den Treffer für Peiting. Kurz vor der Sirene wäre sogar beinahe das 2:0 gefallen, Hötzinger hielt aber einen Alleingang von Heger. Mit dem knappen Rückstand ging es in den letzten Abschnitt.

Hier waren beide Teams sichtlich darum bemüht, keinen Fehler zu machen, Chancen waren zunächst Mangelware. Ab der 48. Minute startete dann aber eine denkwürdige Schlussphase. Der ECP nun doch mit einem Abwehrfehler, den Leon Dalldush zum 1:1 nutzte. Eineinhalb Minuten später traf Janne Seppänen nach einem Konter sogar zum 1:2. Peiting startete nun wütende Angriffe, Hötzinger war aber nicht zu überwinden. Und als Ondrej Zelenka in der 53. Minute einen Schuss zum 1:3 ins Netz abfälschte, sah es nach einem Auswärtssieg des EVF aus. Das war aber nicht das Ende. Peiting blieb gefährlich, Heger scheiterte wieder mit einem Alleingang. Bereits drei Minuten vor Ende probierten es die Gastgeber mit sechs Feldspielern und hatten damit tatsächlich Erfolg. Die Füssener räumten vor dem Tor nicht konsequent auf und mussten aus dem Gewühl heraus das 2:3 durch David Miller hinnehmen. Der gleiche Spieler erzielte 22 Sekunden vor Ende auch noch den Ausgleich, da der EVF zu offensiv Richtung leeres gegnerisches Gehäuse agierte.

Nach diesem für Füssen bitteren Ende der regulären Spielzeit hatten beide Teams in der Verlängerung gute Chancen auf den Siegtreffer. Als Lukas Slavetinsky im letzten Moment vor dem Tor am Abschluss gehindert wurde, hieß es Überzahl EVF. Diese Möglichkeit nutzte Janne Seppänen zum entscheidenden 4:3.

 

Aufstellung EV Füssen:

Benedikt Hötzinger, Moritz Borst; Lukas Slavetinsky, Nicolas Jentsch, Fabian Nifosi, Jörg Noack, Florian Simon, David Kaiser, Noah Keller; Carl Zimmermann, Julian Straub, Bauer Neudecker, Janne Seppänen, Jere Helenius, Leon Dalldush, Pius Seitz, Marco Deubler, Ondrej Zelenka, Leon Sivic.

 

Tore: 1:0 (37.) Brassard (Heger, Bartsch), 1:1 (48.) Dalldush (Seppänen, Noack), 1:2 (49.) Seppänen (Dalldush, Neudecker), 1:3 (53.) Zelenka (Zimmermann, Dalldush), 2:3 (58.) Miller (Gohlke, Feuerecker/6-5), 3:3 (60.) Miller (Gohlke, Feuerecker/6-5), 3:4 (64.) Seppänen (Slavetinsky, Neudecker/4-3). Strafminuten Peiting 12, Füssen 6. Zuschauer 872.

 

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