Mit den Starbulls Rosenheim traf der EVF auf den nächsten Top-Favoriten der Liga. Und dieser machte von Anfang an Ernst und nutzte vor allem die schwache Anfangsphase der Füssener aus. Diese kamen im Rest der Partie zwar besser ins Spiel, vergaben aber vor allem zu viele Überzahlsituationen und unterlagen letztendlich deutlich mit 1:6 (0:3, 1:1, 0:2).

Der Eissportverein musste erneut auf Florian Simon und Marc Besl verzichten, zudem kamen diesmal keine Förderlizenzspieler zum Einsatz. Einsatz ist auch das Stichwort für die Anfangsphase der Begegnung. Der fehlte hier nämlich von Füssener Seite komplett, praktisch jeder Zweikampf wurde verloren. Die Folge waren ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen für die Gastgeber und eine völlig verdiente 3:0-Führung nach noch nicht einmal neun Minuten durch Maximilian Brandl, Kevin Slezak und Brad Snetsinger. Erst nach einer Auszeit und durch zwei Strafzeiten gegen den SBR kam Füssen besser ins Spiel, nutzte diese Möglichkeiten aber nicht.

Im Mitteldrittel hatte der EVF zunächst die besseren Chancen. Bei einem 3 gegen 1 Konter brachte Pius Seitz die Scheibe nicht zum Mitspieler, beim dritten Überzahlspiel setzte Sam Payeur die Scheibe an die Latte. Auch im nächsten Powerplay verfehlte der Kanadier nur denkbar knapp, ehe zur Hälfte der Partie Rosenheim wieder stärker wurde. Ein Unterzahlkonter, ein weiterer Alleingang sowie ein Schuss an die Lattenunterkante kündigten bereits den vierten Treffer an, erzielt wurde er schließlich von Aaron Reinig in Überzahl. Bemerkenswert: Es war das erste Powerplay der Gastgeber, während Füssen zuvor seine vier Möglichkeiten vergeben hatte. Eine gute Minute später konnte sich dann aber auch der EVF auf die Anzeigetafel bringen. Samuel Payeur vollendete einen Konter zum 4:1. Danach war man wieder am Drücker, doch auch das fünfte Powerplay blieb erfolglos. Nach diesem Abschnitt war das Schussverhältnis ausgeglichen.

In der 45. Minute fiel dann aber die endgültige Entscheidung. Bei einem Schuss von Lubos Velebny und dem Rebound von Dejan Vogl wollte die Scheibe nicht ins Tor, im direkten Gegenzug beförderte Snetsinger die Scheibe nach einem Abpraller volley zum 5:1 ins Netz. Nur eine halbe Minute später ließ man sich dann auch noch klassisch zum 6:1 durch Steffen Tölzer auskontern. In der Schlussphase kamen beide Teams in einem offenen Schlagabtausch zu einigen guten Möglichkeiten, auf Füssener Seite scheiterten Maximilian Dropmann sowie nach langem Pass Vincent Wiedemann frei vor dem gegnerischen Tor, auch Leon Dalldush sowie der im letzten Moment gefoulte Dejan Vogl hätten noch Ergebniskosmetik betreiben können. Da war das Spiel aber schon längst entschieden und endete auf Grund einiger starker Druckphasen der Starbulls dann auch in dieser Höhe verdient.

Für den EV Füssen geht es am nächsten Wochenende mit dem Spiel am Freitag um 20 Uhr beim HC Landsberg weiter, am Sonntag steht um 18 Uhr das Heimspiel gegen die Memmingen Indians auf dem Programm. (MiL)

 

Tore: 1:0 (4.) Brandl (Snetsinger, Slezak), 2:0 (6.) Slezak (Leinweber, Vollmayer), 3:0 (9.) Snetsinger (Brandl, Kolb), 4:0 (33.) Reinig (Tölzer, Brandl/5-4), 4:1 (34.) Payeur (Straub), 5:1 (45.) Snetsinger (Biberger, Brandl), 6:1 (46.) Tölzer (Daxlberger, Edfelder). Strafminuten Rosenheim 14, Füssen 6. Zuschauer 2048

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