Man nehme ein „goldenes“ Handgelenk, eine „feine“ Schlittschuhtechnik, dazu noch einen „stabilen“ Oberkörper sowie „a bisserl“ taktisches Grundlagenverständnis – fertig ist der moderne Eishockeyprofi. Könnte man meinen. Tatsächlich aber steckt weitaus mehr hinter einem Profi-Dasein, als der Eissport-Laie es vielleicht vermutet. Denn alle Technik oder taktische Finesse ist dort ziemlich nutzlos, wo der eigene Körper nicht über die nötigen Energiereserven verfügt, um den Belastungen des Eishockey-Alltags standzuhalten. Das und noch Vieles mehr wissen seit Neuestem unsere U17/U20-Cracks, wobei im Rahmen einer EVF-internen „Ernährungsschulung“ nicht nur nützliche „Food-Facts“, sondern auch einige „Gaumenschmankerl“ serviert wurden.

Essen und Leistungssport? Da denken nicht wenige an fleischlose Ernährung, an den „Vegan-Hype“, der sich auch in der Welt der Profisportler immer weiter ausbreitet. Auch EVF-U20-Coach Andreas Becherer kennt mittlerweile einige Eishockeyprofis, die auf den veganen „Lifestyle“ schwören – genauso aber auch viele andere, die auf Fleisch nicht verzichten wollen, und dennoch die gleichen Fitnesswerte erreichen. Laut dem Füssener Nachwuchsverantwortlichen muss jeder Spieler irgendwann selbst entscheiden, welche Ernährung die für ihn erfolgsversprechenste ist – und genau darauf sollte die Schulung, die direkt am Bundesstützpunkt Füssen ausgetragen wurde, auch aufmerksam machen.

Zur Einstimmung hatte Coach Becherer seinen Schützlingen schon vor ein paar Wochen eine „Ernährungsempfehlung“ ausgehändigt, die auf breites Interesse gestoßen war, und so manchen – man munkelt – auch zu einem kleinen Ernährungsspezifischen „Umdenken“ bewegt hatte.

WIE man „richtig“ isst, darüber wussten die U17/U20-Spieler jedenfalls schon „voll Bescheid“ – beim WAS oder auch WOHER sah es da schon ganz anders aus: WAS esse ich da eigentlich, und WOHER kommt es?

Antworten auf diese Fragen konnten Gabi und Willi Hofer liefern (Danke an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung!), die in Kirchtal/Seeg ihren „Bergblickhof“ mit Direktvermarktung betreiben und sich auf qualitätsreiche „Regional“-Produkte mit „Bio-Standard“ spezialisiert haben. Unterstützt durch „Gaststätte Kobel“-Betreiber Micha Bade konnte den Füssen-Kids so der Unterschied zwischen Discounterfleisch und einem regionalen Steak „aus eigener Aufzucht“ nicht nur bildhaft näher gebracht werden: Beim „richtig nicen“ Grillfleisch- und Ofenkartoffel-Verzehr kam der EVF-Nachwuchs auch geschmacklich voll auf seine Kosten. „Heftig gut“ habe es geschmeckt, war an so manchem Tisch zu hören, ebenso wie, dass man in Zukunft nun häufiger auf hochwertige, regionale Nahrung achten wolle.

Gut essen und dabei auch noch „voll was dazulernen“ – auch außerhalb der Eisfläche beweist „Allgäus wahre Liebe“ einmal mehr „guten Geschmack“ (und feiert sich selbst für seine Wortgewandtheit 😉 ).