Dem Eissportverein ist ein hart umkämpfter 3:1-Heimsieg (0:1, 2:0, 1:0) gegen den Höchstadter EC gelungen. Die Gäste zeigten dabei, warum sie nicht nur die Überraschungsmannschaft der Saison, sondern momentan auch eine der besten in der Oberliga Süd sind. Nach dem eher unglücklich verlorenen Hinspiel drehte der EVF diesmal aber den Spieß um und siegte mit viel Einsatz, Kampf, Glück und dem tadellosen Benedikt Hötzinger im Gehäuse. Das junge EVF-Team, bei welchem erneut zwei komplette Blöcke fehlten, belohnte sich durch den Sieg selbst für seine Moral.

Das beste am ersten Drittel war aus EVF-Sicht, dass es nur 0:1 stand. Die Gäste bestätigten auch am Kobelhang ihre Form, die sie bis auf den vierten Tabellenplatz gebracht hat. Der EVF hatte in der zehnten Minute bei einem Konter durch Marc Besl die beste Möglichkeit. Dem standen ein halbes Dutzend Hochkaräter des HEC gegenüber. In der 14. Minute erzielte Milan Kostourek auch das folgerichtige 0:1. In den Schlussminuten brannte es sowohl bei 4 gegen 4 als auch bei doppelter Unterzahl lichterloh im Füssener Drittel, Benedikt Hötzinger leistete Schwerstarbeit.

Auch im Mittelabschnitt hatten die Schwarz-Gelben gegen die scheibensicheren Mittelfranken in der Defensive Höchstarbeit zu leisten. Vor allem bei drei Unterzahlspielen hatte der HEC jede Menge Chancen, darunter ein Pfostentreffer von Aab. Das war dann auch der Unterschied zum EVF, denn der nutzte seine beiden Powerplays. Marco Deubler zur Hälfte der Partie sowie Florian Stauder ganze drei Sekunden vor der Drittelpause drehten das Ergebnis in eine Füssener Führung. Insgesamt hatten die Ostallgäuer in diesem Abschnitt mehr eigene Möglichkeiten, dennoch war die Führung glücklich.

Im Schlussdrittel blieben die Gäste gefährlich, scheiterten aber immer wieder am besten Füssener, Benedikt Hötzinger. Bei zwei weiteren Unterzahlspielen blieb er der Turm in der Schlacht, verhinderte mehrere beste Einschussmöglichkeiten, hatte einmal auch den Pfosten auf seiner Seite. Mit Kampf und Einsatz machten es die Schwarz-Gelben den Alligators aber immer schwerer und konnten nun auch öfters offensive Akzente setzen. Eineinhalb Minuten vor Ende setzte Samuel Payeur einen Konter zum vorentscheidenden 3:1 ins Netz. Der Kanadier scheiterte bei gezogenem Torhüter auch noch am Pfosten, ein vierter Treffer wäre dann aber wahrscheinlich auch des Guten zu viel gewesen. (MiL)

Tore: 0:1 (14.) Seewald (Kostourek), 1:1 (29.) Deubler (Besl, Velebny(5-4), 2:1 (40.) Stauder (Besl, Velebny/5-4), 3:1 (59.) Payeur (Van der Linde/Miller). Strafminuten Füssen 14, Höchstadt 6. Zuschauer 0.