Ein sehr schnelles Oberligaspiel zwischen dem EV Füssen und den Blue Devils Weiden endete mit einem knappen 4:3-Erfolg (0:0, 1:1, 3:2) für das Heimteam vom Kobelhang. In einigen Szenen Glück, vor allem aber eine tolle Moral waren am Ende ausschlaggebend, denn nach dem 2:3 bei eigener Überzahl in der Schlussphase muss man erst einmal so zurück kommen. Das nächste Heimspiel des EV Füssen wird übrigens am zweiten Weihnachtsfeiertag um 18 Uhr gegen Memmingen stattfinden. Beide Vereine einigten sich auf diesen neuen Termin.

Von Anfang an legten beide Teams ein hohes Tempo vor, zunächst mit Vorteilen Weiden. Nach nur 21 Sekunden gab es eine Strafzeit gegen den EVF, im Anschluss verletzte sich der Gästespieler bei seinem Sturz. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung. Die Blue Devils machten dadurch gleich Druck und hatten auch danach durch Kirchberger sowie Homjakovs sehr gute Chancen zur Führung. Zur Hälfte des Abschnitts änderte sich aber das Geschehen und es war ebenfalls eine Überzahl, durch welche die Füssener Oberwasser bekamen. Payeur und Velebny waren knapp dran an einem Treffer. Und auch in Folge waren es erneut Payeur, Zelenka und Dropmann mit weiteren guten Möglichkeiten, während auf der anderen Seite ein Konter von Kirchberger kurz vor dem Tor abgeblockt wurde. Es blieb beim 0:0.

Genau anders herum verlief das Mitteldrittel. Diesmal hatte Füssen zunächst das Chancenplus, Naumann und Keller vergaben knapp, Besl per Pfosten noch knapper. Im einzigen Füssener Überzahlspiel in diesem Abschnitt hatte Nadeau die große Chance zur Führung. Fast genau zur Spielhälfte war es dann ein Schuss von Christian Krötz aus spitzem Winkel, der zum 1:0 ins Tor ging. Gleich darauf hatte Zelenka schon den zweiten Treffer auf dem Schläger, scheiterte aber. Die Führung gab dem EVF jedoch keine Sicherheit, die Gäste übernahmen nach und nach immer mehr das Kommando. Bei einem Solo reagierte Andi Jorde im Füssener Gehäuse hervorragend, allerdings wurde der Druck durch zwei Strafzeiten noch größer. Hier gelang Marius Schmidt nach einigen großen Möglichkeiten für Weiden aus kurzer Distanz auch der verdiente Ausgleich. Siller hatte mit einem Pfostentreffer noch Pech, insgesamt endete aber auch dieser Abschnitt leistungsgerecht unentschieden.

Das Schlussdrittel musste also die Entscheidung bringen, hier gab es zunächst ein Auf und Ab ohne die ganz großen Chancen. Es waren die Blue Devils, welche durch Latta die erste große Möglichkeit hatten, es waren schon knapp sechs Minuten gespielt. Der nächste Angriff saß aber. Nach einem Konter erzielte Dennis Palka das 1:2. Weiden blieb am Drücker und war mehrmals am dritten Treffer dran. Doch es kam anders. Ein Überzahlspiel nutzte Marc Besl mit einem abgefälschten Schuss zum Ausgleich. Kurz darauf nächstes Powerplay für den EVF, aber ausgerechnet hier ließ sich die Füssener Hintermannschaft verladen. Marco Habermann traf per Bauerntrick in Unterzahl zum 2:3. Andi Jorde konnte einen weiteren Konter stoppen, auf der anderen Seite traf Stauder den Pfosten. Gerade waren die Gäste wieder komplett, da klappte es doch noch mit dem erneuten Ausgleich. Marco Deubler erzielte das 3:3. In der Folge wollten beide Teams den Sieg. Ein Konter der Oberpfälzer wurde im letzten Moment gestoppt, danach scheiterte der bestens freigespielte Naumann. Siller zielte knapp vorbei, ehe Füssen wieder in Überzahl kam. Und hier gelang tatsächlich Samuel Payeur das späte 4:3. Diese Führung wurde bis zum Ende verteidigt, Sekunden vor der Sirene hatte man aber nochmals bei einem Pfostentreffer von Zawatsky Glück, ehe der hart umkämpfte Sieg fest stand. (MiL)

Tore: 1:0 (30.) Krötz (Nadeau, Naumann), 1:1 (38.) Schmidt (Pronath, Siller/5-4), 1:2 (47.) Palka (Latta, Homjakovs), 2:2 (50.) Besl (Payeur, Velebny/5-4), 2:3 (52.) Habermann (Herbst, Kirchberger/4-5), 3:3 (54.) Deubler (Payeur, Dropmann), 4:3 (58.) Payeur (Deubler, Dropmann/5-4). Strafminuten Füssen 8, Weiden 10. Zuschauer 0.