Die Spiele zwischen dem EC Peiting und dem EV Füssen bleiben eng in dieser Spielzeit. Beim 3:2-Heimsieg des ECP nach Penaltyschießen (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 1:0) konnten die Füssener bereits zum zweiten Mal einen Punkt aus der Marktgemeinde mit nach Hause nehmen. Es waren auch die Chancen auf zwei oder drei Zähler da, insgesamt geht die Aufteilung aber so in Ordnung. Der EVF hatte immer wieder überlegene Phasen, dafür hatten die Gastgeber die Mehrzahl an Großchancen. Durch diesen Teilerfolg fehlen dem Aufsteiger Füssen aus den letzten fünf Spielen auch theoretisch nur noch zwei Punkte zum sicheren Klassenerhalt.

Wenige Höhepunkte bot der erste Abschnitt, beide Teams gingen kein volles Risiko. Nach einer ersten Chance durch Tobias Meier setzte Marc Besl in der 7. Minute die Scheibe zur Füssener Führung ins Netz. Drei Zeigerumdrehungen später hatte der EVF ein Weihnachtsgeschenk für die Gastgeber dabei. Nardo Nagtzaam durfte nach einem schweren Bock der Füssener Hintermannschaft zum 1:1 ins leere Tor einschieben. Kurz vor Ende scheiterte Heger mit einem Alleingang an Benedikt Hötzinger, der auch den Nachschuss von Morris entschärfte und im ersten Unterzahlspiel einen Schuss aus kurzer Distanz parierte. Somit ging es mit einem Chancenplus für das Heimteam in die Kabine.

Im Mitteldrittel scheiterte Krabbat nach einem Konter frei vor dem Füssener Tor, das erste von nur zwei EVF-Überzahlspielen im gesamten Spiel brachte nichts ein. Danach kam Fahrt in die Partie. Krabbat konnte einen weiteren Alleingang nicht an Hötzinger vorbei bringen, auf der anderen Seite vernaschte Payeur die ECP-Abwehr, fand aber auch in Hechenrieder seinen Meister. Nachdem sich die Schwarz-Gelben einer weiteren Unterzahl erwehrt hatten, machten sie im Endspurt des Abschnitts großen Druck und konnten folgerichtig auch durch Martin Guth 33 Sekunden vor Ende wieder in Führung gehen.

Pech hatte der EVF zu Beginn des Schlussdrittels, als zwei Spieler alleine auf das ECP-Tor zu liefen, nach einem Haken von hinten aber nur auf eine Strafzeit entschieden wurde. Für so eine Situation gab es in dieser Spielzeit auch schon Strafschüsse. Im Powerplay machte Füssen weiter Druck, das 1:3 lag mehrmals in der Luft. Allerdings zeigte sich die Abwehr der Ostallgäuer weiterhin anfällig für Alleingänge, Reichert scheiterte frei vor Hötzinger. Trotzdem hatte der EVF in dieser Phase das Spiel sehr gut unter Kontrolle, bis zur 49. Minute war von den Gastgebern offensiv nichts zu sehen. Dann gab es eine Strafzeit gegen Füssen, und nur 17 Sekunden später nutzte Stauder die Überzahl zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden 2:2 aus. Das Team um Kapitän Eric Nadeau antwortete weiter mit Druck, hatte durch Krötz und Eichberger gute Chancen zur dritten Führung. Aber es gab eine weitere Strafzeit, und hier konnte nur durch den starken Hötzinger und viel Einsatz ein weiterer Gegentreffer verhindert werden, da ein Füssener noch seinen Schläger verloren hatte. Der EVF-Goalie blieb auch bis Spielende im Blickpunkt. Zunächst hielt er gegen den frei zum Schuss kommenden Rohrbach, 15 Sekunden vor Spielende durfte auch noch Nagtzaam alleine auf ihn zu fahren, er hielt den am Ende schwer erkämpften Punkt aber sicher.

Rund ging es dann auch in der Verlängerung, hier war diesmal Füssen zunächst dem Siegtreffer näher. Zunächst scheiterten Payeur und Schulz aussichtsreich, dann war Vogl völlig frei durch, und schließlich hatten auch noch Eichberger und Echtler die Chancen, um den Sack für den EVF zuzumachen. Auf der anderen Seite konnte aber nochmals Krabbat völlig frei auf Hötzinger zu steuern, blieb aber erneut zweiter Sieger. Im Penaltyschießen zielten die Peitinger dann wesentlich besser, die Topscorer Nagtzaam und Morris spielten ihre Klasse aus und verhalfen den Gastgebern zum insgesamt verdienten Zusatzpunkt. (MiL)

Tore: 0:1 (7.) Besl, 1:1 (10.) Nagtzaam (Mazanec, Söll), 1:2 (40.) Guth (Vogl), 2:2 (49.) Stauder (Nagtzaam, Mazanec/5-4). Penaltyschießen 3:2 Morris. Strafminuten Peiting 4, Füssen 10. Zuschauer 1367.