Der EVF bleibt weiterhin im Tief. Trotz einer phasenweise ansprechenden Leistung und fast doppelt so vielen Torschüssen wie der Gegner waren es am Ende wieder ein paar Fehler zu viel, die zu einer 4:6-Heimniederlage (0:0, 3:4, 1:2) gegen Höchstadt führten. Damit sind die Füssener nun seit sieben Spielen ohne Sieg. In der kuriosen Partie fielen außer dem Empty Net Goal alle anderen neun Treffer innerhalb von knapp siebzehn Minuten.

Torlos unentschieden stand es im ersten Saisonaufeinandertreffen mit dem Höchstadter EC nach dem ersten Abschnitt. Füssen war über weite Strecken spielbestimmend, hatte auch die deutlich größere Anzahl an Chancen, die Gäste waren aber bei ihren Möglichkeiten stets gefährlich. In der 5. Minute tauchte Herm frei vor Benedikt Hötzinger auf, kurz vor Ende des Abschnitts vergaben die Alligators noch zweimal denkbar knapp. Füssen hatte drei sehr gute Chancen durch Taratukhin, auch Wiedemann, Hops und Straub bei einem Alleingang brachten die Scheibe nicht an Bejamin Dirksen vorbei.

Gleich sieben Treffer gab es dann aber im Mitteldrittel zu sehen. Erst fand Maxim Kryvorutskyy eine Lücke im kurzen Eck zum 0:1, zuvor hatten die Füssener ein Überzahlspiel nicht genutzt. Keine Minute später jagte Marc Besl die Scheibe von der blauen Linie zum 1:1 ins Netz. In der Folge war das Spiel hart umkämpft, der EVF traf als erstes und ging erneut von der blauen Linie durch Lubos Velebny in Führung. Die hielt aber nur eine Minute, dann nutzte Höchstadt seine erste Überzahl nach 15 Sekunden durch einen Abstauber von Neuzugang Nikita Shatsky zum 2:2. Wieder nur 16 Sekunden später leisteten sich die Füssener im eigenen Drittel einen schweren Fehler und schon stand es 2:3 durch Dmitrij Litesov. Es dauerte 19 weitere Sekunden, dann patzte auch der HEC und Julian Straub konnte zum 3:3 einschießen. Dabei blieb es jedoch auch nicht, weil 20 Sekunden vor Ende ein Schuss von Martin Vojcak irgendwie den Weg zum 3:4 ins Tor fand.

Als die Schwarz-Gelben bereits nach einer Zeigerumdrehung im Schlussdrittel in einen Konter zum 3:5 durch Jari Neugebauer liefen, wurde die Aufgabe noch schwerer. Doch Lubos Velebny traf wiederum nur 41 Sekunden später zum 4:5. Danach hatten beide Teams gleich jeweils eine große Möglichkeit um nachzulegen. In der 45. Minute lag die Scheibe nach einem Abpraller sogar frei vor dem offenen Gästetor, der Puck konnte aber nicht untergebracht werden. Irgendwie ein Sinnbild für die momentane Lage des EVF. Jedenfalls spielten die Gäste den Rest der Partie sehr defensivorientiert und konzentriert zu Ende, nennenswerte Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten nicht mehr viele. Füssen zog nach einer Strafe gegen die Alligators bereits zweieinhalb Minuten vor Ende den Torhüter, im Powerplay brach aber Dropmann der Schläger. Statt dem Ausgleich gab es zwölf Sekunden vor Ende noch das Empty Net Goal zum 4:6 durch Anton Seewald. (MiL)

Tore: 0:1 (26.) Kryvorutskyy (Dolezal, Cejka), 1:1 (26.) Besl (Payeur, Meyl), 2:1 (36.) Velebny (Straub, Dalldush), 2:2 (37.) Shatsky (Seewald, Fardoe/5-4), 2:3 (37.) Litesov (Kokes, Vojcak), 3:3 (37.) Straub (Jentsch, Dalldush), 3:4 (40.) Vojcak (Guft-Sokolov, Seewald), 3:5 (42.) Neugebauer (Herm, Litesov), 4:5 (42.) Velebny (Straub, Dalldush), 4:6 (60.) Seewald (Kryvorutskyy, Fardoe/ENG). Strafminuten Füssen 4, Höchstadt 4. Zuschauer 120