Insgesamt bot der EV Füssen im Auswärtsspiel in Memmingen eine gute Leistung, musste sich aber letztendlich mit 0:4 (0:1 0:2, 0:1) geschlagen geben. Beide Teams kamen zu vielen Tormöglichkeiten, hier zeigte sich dann auch der Unterschied zu den siegreichen Gastgebern. Zum wiederholten Male lieferten die Schwarz-Gelben eine schwache Chancenverwertung ab, blieben bereits zum fünften Mal in dieser Spielzeit komplett ohne eigenen Treffer und belohnten sich so nicht für den eigentlich guten Auftritt.

Ohne DNL-Spieler und Kapitän Eric Nadeau sowie mit Moritz Borst im Tor traten die Füssener am Hühnerberg an. Im ersten Drittel hatten sie gerade in der ersten Hälfte einige gute Chancen, um in Führung zu gehen. Bereits nach einer halben Minute tauchte Samuel Payeur frei vor Niklas Deske im Memminger Tor auf. Der Kanadier vergab danach nochmals zweimal aussichtsreich, auch Julian Straub hätte nach schöner Kombination die Führung erzielen können. Durch ein Überzahlspiel – hier traf Sergei Topol den Pfosten – kamen die Gastgeber aber besser ins Spiel und markierten durch Matej Pekr selbst das 1:0. Im Anschluss konnten beide Teams jeweils ein Powerplay trotz guter Chancen nicht nutzen.

Auch im mittleren Abschnitt hatte der EVF seine Möglichkeiten, so traf Payeur statt dem offenen Toreck nur das Außennetz. Die einzige Strafzeit in diesem Drittel nutzte aber Jaroslav Hafenrichter zum 2:0. Bezeichnend die Szenen kurz nach der Hälfte der Partie. Julian Straub lief allein auf Deske zu, setzte die Scheibe aber an den Pfosten. Keine Minute später umkurvte Donat Peter einfach seinen Gegenspieler und schob den Puck zum 3:0 ein. Bis zur Pausensirene hatten die Ostallgäuer dann eine schwächere Phase und Glück bei einem Lattentreffer von Petr Pohl, auch Topol scheiterte knapp.

Im Schlussdrittel hatte sich Füssen wieder gefangen und versuchte nochmals heran zu kommen. Payeur und Besl hatten in einem Powerplay gute Möglichkeiten. Auf der anderen Seite zeigte sich der von der Strafbank kommende Kasten zu verspielt. Ab der 47. Minute folgte dann Strafe auf Strafe gegen den EVF, von der restlichen Spielzeit musste die Hälfte in Unterzahl agiert werden. Hier hatten die Memminger natürlich ihre Chancen, aber kurioserweise kamen die Schwarz-Gelben hier sogar zu insgesamt drei Breakmöglichkeiten. Doch Marc Sill, Marc Besl und nochmals Sill konnten daraus vor dem gegnerischen Tor kein Kapital schlagen. Auch hier nochmals bezeichnend das 4:0 durch Hafenrichter, dessen Pass in die Mitte vom Schlittschuh des Füssener Verteidigers ins Tor ging. Sam Payeur und Julian Straub hatten in der Schlussphase weitere große Chancen, auch Ondrej Zelenka und Marc Besl konnten Deske nicht mehr überwinden. Auf der Gegenseite konnte sich Moritz Borst ebenfalls noch mehrmals auszeichnen und Sekunden vor Ende rettete auch noch die Latte gegen Svedlund. Insgesamt war der Sieg des ECDC sicherlich verdient, der EVF wurde dennoch unter Wert geschlagen.

An Positivem kann man auf jeden Fall den großen Kampfgeist des Teams hervorheben, zudem wusste auch Moritz Borst im Tor zu gefallen. Weiter geht es mit dem Spiel am Mittwoch um 20 Uhr in Regensburg, der Termin wurde um einen Tag verlegt. (MiL)

 

Tore: 1:0 (13.) Pekr (Ahlroth, Topol), 2:0 (29.) Hafenrichter (Svedlund, Pohl/5-4), 3:0 (34.) Peter (Hafenrichter, Pohl), 4:0 (55.) Hafenrichter (Pohl, Svedlund/5-4). Strafminuten Memmingen 6, Füssen 18. Zuschauer 999

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