Mit 2:5 (0:1, 1:2, 1:2) hat der EVF das Nachholspiel in Regensburg verloren und blieb damit auch im zehnten Spiel seit dem Aufstieg gegen die Eisbären sieglos. Insgesamt zeigten die Schwarz-Gelben aber eine gute Vorstellung, letztendlich waren zu viele vergebene Chancen gerade in der ersten Hälfte der Partie sowie die individuelle Klasse der Gastgeber entscheidend. Diese steigerten sich im Laufe der Partie und siegten insgesamt verdient.

Interessante Voraussetzungen für diese Begegnung. Regensburg trat erstmals nach einer dreiwöchigen Corona-Pause wieder an, für den Eissportverein war es dagegen das vierte Spiel innerhalb von acht Tagen. Im ersten Abschnitt merkte man den Gastgebern die lange Pause an, Füssen war das spielbestimmende Team. Allerdings agierten die Ostallgäuer nach noch nicht einmal drei Minuten bei einem Angriff zu sorglos und Richard Divis konnte problemlos das 1:0 erzielen. In der Folge hatte der EVF viele Möglichkeiten, um den Ausgleich oder sogar die eigene Führung zu erzielen, die Chancenverwertung bleibt einfach ein Manko. Auf der anderen Seite musste aber auch Benedikt Hötzinger bei Kontern des EVR mehrmals in letzter Sekunde eingreifen.

Füssen blieb auch im zweiten Abschnitt zunächst tonangebend, spielte sich bis zur 25. Minute vier weitere gute Möglichkeiten heraus. Der erste Angriff von Regensburg war hier ein Konter von Andrew Schembri, der zwar gehalten wurde, wegen eines Schlägerwurfes aber einen Penalty nach sich zog. Diesen verwandelte der Deutsch-Kanadier über den Innenpfosten zum 2:0. Und als Tomas Gulda beim nächsten Angriff der Domstädter die Scheibe ebenfalls in den Torwinkel setzte, war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Danach war der EVR wesentlich besser im Spiel und setzte nun zunehmend die Füssener unter Druck. Diese konnten aber ihr erstes Überzahlspiel durch einen Schuss von Jörg Noack von der blauen Linie zum 3:1 nutzen.

Das Schlussdrittel begannen die Eisbären sehr stark und erzielten auch umgehend das 4:1 nach einem Solo von Erik Keresztury. Schembri traf bei einem Konter die Lattenunterkante, nach einem Weitschuss jubelten die Gastgeber zunächst ebenfalls, die Scheibe war aber nicht im Tor. Erst ab der 49. Minute wurde der EVF wieder stärker und hatte drei Chancen durch Marko Deubler. Die dritte nutzte er zum 4:2. Nun wurde es nochmals spannend, zumal Füssen kurz darauf in Überzahl kam. Diese Situation wurde aber nicht genutzt, auf der anderen Seite traf Schmidt den Pfosten. Der EVF kam kurz vor Ende nochmals ins Powerplay, zog dann auch noch den Torhüter für eine doppelte Überzahl. Die Scheibe fand den Weg aber nicht mehr in das Regensburger Gehäuse, dafür gelang Andre Bühler eine gute Minute vor Ende mit einem Befreiungsschuss in das leere Füssener Tor der Endstand von 5:2. (MiL)

Tore: 1:0 (3.) Divis (Gajovsky, Plihal), 2:0 (25.) Schembri (Penalty), 3:0 (28.) Gulda (Divis, Gajovsky), 3:1 (34.) Noack (Sill/5-4), 4:1 (42.) Keresztury (Schmidt, Tippmann), 4:2 (52.) Deubler (Seitz, Krötz), 5:2 (59.) Bühler (Holmgren/4-6 ENG). Strafminuten Regensburg 6, Füssen 4. Zuschauer 581

Foto: Archiv