Ein schwaches Füssener Mitteldrittel entschied das Altmeisterduell in Garmisch zugunsten der Hausherren. Die anderen beiden Abschnitte waren die Füssener  beim 3:1-Sieg (1:1, 1:0, 1:0) des SCR auf Augenhöhe mit dem Tabellensiebten. Und das, obwohl die Werdenfelser mit vollen vier Reihen antreten konnten, während bei Füssen nach dem Ausfall von Marc Sill wieder Verteidiger Maxi Dropmann im Sturm ran musste, um mit drei Sturmreihen antreten zu können. Letztendlich ist der SCR aber sicherlich nicht der Lieblingsgegner des EVF in dieser Saison, bei vier Niederlagen konnten nur drei eigene Treffer erzielt werden. Nun kommt es am Dienstag in Lindau zum direkten Duell mit den Islanders um Platz 9.

Garmisch begann sehr druckvoll, hatte aber in der 12. Minute Glück, als ein Schuss von Florian Simon von der Lattenunterkante kurz vor der Linie aufprallte und im direkten Gegenzug Marlon Wolf den folgenden Konter zum 1:0 abschließen konnte. In Überzahl hätte Füssen in der 18. Minute sogar in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen, es wurden gleich vier sehr gute Chancen liegen gelassen. Leistungsgerecht endete das Drittel jedoch unentschieden.

Der mittlere Abschnitt ging dann klar an die Gastgeber. Der EVF spielte die Scheibe viel zu ungenau aus dem eigenen Drittel, so dass es kaum Entlastung gab. Moritz Borst im Füssener Tor hatte alle Hände voll zu tun. Es war in der 22. Minute aber wieder Pech, als der Puck vom Schlittschuh von Wolf ins Füssener Gehäuse ging. Außer diesem 2:1 entschärfte Borst aber alles, was auf sein Gehäuse kam, beim Schuss von Kircher rettete zudem der Pfosten. Offensiv fanden die Ostallgäuer dagegen so gut wie nicht statt, selbst bei einem Überzahlspiel kam es zu keinem einzigen Torschuss. Erst 30 Sekunden vor Ende hatte Julian Straub eine nennenswerte Chance.

Im Schlussdrittel fand der EVF dann wieder zu seinem Spiel zurück und hatte bereits nach einer Minute erneut Pech, als Samuel Payeur bei einem Konter die Scheibe an die Latte setzte. Danach mussten zwei kurz aufeinander folgende Unterzahlspiele überstanden werden, ehe es nach einem rüden Einsteigen gegen Justus Meyl Powerplay Füssen hieß. Obwohl der Verteidiger verletzt ausschied, gab es für den Check gegen den Kopf nur zwei Strafminuten. Doch auch diese Möglichkeit ließ der EVF wieder ungenutzt. Am Ende machte das Team trotz des kleinen Aufgebots und im mittlerweile 15. Spiel innerhalb von 33 Tagen aber nochmals richtig Druck und hatte auch nach Herausnahme der Torhüters noch ein paar Gelegenheiten. Wie meistens nutzte der Gegner diese Gelegenheit jedoch 32 Sekunden vor Ende durch einen Schuss von Luca Allavena ins verlassene Gehäuse zum 3:1-Endstand. (MiL)

 

Tore: 1:0 (12.) Wolf (Ehliz), 1:1 (18.) Seitz (Noack, Jentsch), 2:1 (23.) Wolf (Cimmermann, Allavena L.), 3:1 (60.) Allavena L. (Soudek, Mayr/ENG). Strafminuten Riessersee 8, Füssen 8. Zuschauer 873

 

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