Mit 3:4 nach Verlängerung (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) hat der EVF das Nachholspiel gegen den Höchstadter EC verloren. Gegen die ersatzgeschwächten Gäste gelang es nicht, eine 3:1-Führung ins Ziel zu bringen, am Ende musste man sogar mit einem Zähler zufrieden sein. Durch die Passauer Heimniederlage konnte dadurch aber der Vorsprung auf den elften Platz auf sechs Punkte vergrößert werden.

Ohne Treffer endete das Startdrittel zwischen den beiden Teams, wobei Höchstadt Vorteile hatte. Gerade bei zwei Überzahlspielen lag mehrmals die Gästeführung in der Luft. Der Eissportverein hatte in der 12. Minute seine besten Chancen durch Sam Payeur sowie Julian Straub, der aus guter Position den Abschluss verpasste.

Im zweiten Abschnitt waren die Alligators zunächst noch spielbestimmend, nach fünf Minuten wurde dann aber der EVF stärker. Die Folge war auch das 1:0 durch Julian Straub, der einen Schuss abfälschte. Danach war wieder Höchstadt am Drücker, der Ausgleich im dritten Nachschuss durch Thilo Grau war aber eher aus der Kategorie „Geschenk“. Füssen antwortete mit guten Chancen, so nur zwei Minuten später durch einen Abstauber von Marc Besl zur erneuten Führung. Beim zweiten Powerplay an diesem Abend hatten die Füssener gleich mehrmals die Möglichkeit zum dritten Treffer, auch in der Schlussphase lag das 3:1 in der Luft.

Das fiel dann nach einem Konter in der 46. Minute, zuvor hatte der HEC den Pfosten getroffen, aber auch Sam Payeur bei einem Konter knapp verpasst. Vincent Wiedemann machte das vermeintlich beruhigende dritte Tor. Doch eine Strafzeit brachte die Schwarz-Gelben völlig aus dem Tritt. Aus einem Gewühl vor dem Tor heraus erzielte Jari Neugebauer hier das 3:2. Der HEC stellte nun auf zwei Reihen um und der EVF fand darauf keine Antwort. Nachdem Hötzinger schon mehrmals in höchster Not gerettet hatte, erzielte Michail Guft-Sokolov den verdienten Ausgleichstreffer. Füssen fand überhaupt nicht mehr ins Spiel und 18 Sekunden vor Ende scheiterten die Gäste nochmals völlig frei vor dem Tor.

In der Verlängerung hatte zwar der EVF zunächst die besseren Chancen durch Straub, Payeur und Dalldush, aber noch nie hat sich der Eissportverein in einem Spiel den Zusatzpunkt gesichert und dabei bleibt es auch. Höchstadt traf zunächst den Pfosten und nutzte dann ein Powerplay 39 Sekunden vor Ende durch Jake Fardoe zum verdienten Auswärtssieg. (MiL)

Tore: 1:0 (27.) Straub (Velebny, Seitz), 1:1 (32.) Grau (Fardoe, Neugebauer), 2:1 (34.) Besl (Deubler, Payeur), 3:1 (46.) Wiedemann (Seitz, Straub), 3:2 (50.) Neugebauer (Litesov, Shatskiy/5-4), 3:3 (58.) Guft-Sokolov (Zbaranski, Fardoe), 3:4 (65.) Fardoe (Shatskiy, Vojcak/5-4). Strafminuten Füssen 8, Höchstadt 4. Zuschauer 195.