Nach einer durchwachsenen Leistung musste sich der EVF gegen die Erding Gladiators mit 5:6 (1:1, 3:4, 1:1) geschlagen geben. Ein schwaches Anfangsdrittel, ein überlegener Mittelabschnitt, in welchem der Gegner aber aus wenigen Chancen vier Tore machte, sowie ein durch zu viele Strafen geprägtes Schlussdrittel waren die Etappen bei der Niederlage gegen den Bayernligisten.

Das Spiel begann für den Eissportverein gut, eine frühe Strafzeit konnte Carl Zimmermann zur Führung nutzen. Danach war offensiv vom EVF aber nur noch wenig zu sehen und die Gäste verzeichneten die gefährlicheren Offensiv-Aktionen. Belohnung war das verdiente, aber auch auf dem Silbertablett servierte 1:1 durch Philipp Michl.

Im zweiten Abschnitt starteten die Schwarz-Gelben zunächst durch, und das durchaus kurios. Innerhalb von zwei Minuten gab es drei Verteidigertore von der blauen Linie. Maximilian Dropmann, Niklas Gabriel und Jörg Noack stellten beruhigend auf 4:1. Das hielt aber nicht lange. Nur neun Sekunden später kassierte man die erste Strafzeit im Spiel, nur acht Sekunden später nutzte Ryan Murphy die Situation zum 4:2. Da sich die Füssener dabei gleich noch eine Strafzeit einhandelten, ging es in Unterzahl weiter, und auch diese Chance wurde von den Gästen per verdecktem Schuss von Roni Rukajärvi umgehend zum 4:3 verwandelt. Danach kam aber die stärkste Phase des EVF. Fünfzehn Minuten lang war von den Gladiators offensiv nichts zu sehen, weil das Heimteam das Tempo deutlich anzog. Ein ganzes Dutzend guter Torchancen konnte notiert werden, die beste davon hatte Carl Zimmermann, dem frei vor dem Gehäuse die Scheibe versprang. Treffer gelang aber trotz der Überlegenheit keiner. Dafür lief man im Anschluss an ein Powerplay in einen Konter, die beiden frei vor dem EVF-Tor auftauchenden Angreifer hatten in Person von Erik Modlmayr kein Problem, das Geschenk in aller Ruhe auszupacken und zum 4:4 zu verwerten. Und erneut handelten sich die Füssener auch noch eine Strafe ein, die per Abstauber zum 4:5 durch Florian Zimmermann führte. Die cleveren Gäste hatten das Spiel gedreht.

Im letzten Drittel wurde Benedikt Hötzinger von Moritz Borst abgelöst, der wurde aber schnell durch das 4:6 von Paul Wallek aus spitzem Winkel überrascht. In der 44. Minute glänzte er mit einem tollen Save gegen einen ebenso tollen Volleyschuss von Murphy. Insgesamt wanderte der EVF in diesem Abschnitt zu viel auf die Strafbank, erst in der Schlussphase konnte Druck aufgebaut werden. Mehr als ein Innenpfostentreffer von Nicolas Jentsch sowie das 5:6 durch Janne Seppänen sprang aber nicht mehr heraus. Insgesamt zeigten sich die Gladiators abgeklärter und siegten nicht unverdient. (MiL)

Aufstellung EV Füssen:

Benedikt Hötzinger, Moritz Borst; Maximilian Dropmann, Tobias Baader, Florian Simon, Nicolas Jentsch, Jörg Noack, David Kaiser; Carl Zimmermann, Bauer Neudecker, Julian Straub, Leon Dalldush, Jere Helenius, Janne Seppänen, Vincent Wiedemann, Pius Seitz, Ondrej Zelenka, Kevin Steiner, Tim Flammann, Niklas Gabriel.

Tore: 1:0 (3.) Zimmermann C. (Neudecker/5-4), 1:1 (10.) Michl (Murphy), 2:1 (21.) Dropmann (Straub, Zimmermann C.), 3:1 (22.) Gabriel (Zelenka, Simon), 4:1 (24.) Noack (Kaiser), 4:2 (24.) Murphy (5-4), 4:3 (25.) Rukajärvi (Maier, Krzizok/5-4), 4:4 (39.) Modlmayer (Busch), 4:5 (40.) Zimmermann F. (Waldhausen/5-4), 4:6 (43.) Wallek (Maier), 5:6 (57.) Seppänen (Wiedemann, Helenius). Strafminuten Füssen 16, Erding 12. Zuschauer 303.