Die nächsten Abgänge stehen fest

Apr. 15, 2026 | 1.Mannschaft, Verein

Beim EV Füssen sind weitere Entscheidungen gefallen. So werden sich sowohl Bauer Neudecker als auch Simon Boyko neu ausrichten und stehen nun ebenfalls als Abgänge fest. Dazu gesellen sich mit Nikita Naumann und Aaron-Pelle Beslè zwei weitere Stürmer. Auch sie werden den Eissportverein verlassen.

Bauer Neudecker (27) war 2022 vom SPHL-Team Huntsville Havoc nach Füssen gewechselt und war für einen Kontingentspieler beachtliche vier Jahre lang am Kobelhang aktiv. Schnell, wendig und torgefährlich wurde der Stürmer schon bald zum Publikumsliebling. In zwei Spielzeiten war der US-Amerikaner von Verletzungen betroffen, in der letzten griff er aber nochmals voll an und bestritt 53 Spiele. Dabei wurde er zum zweiten Mal Topscorers des Vereins. Insgesamt war er für den EVF in 169 Partien an der Scheibe, erzielte dabei 108 Treffer und bereitete 106 vor. Mit diesen 214 Punkten ist er viertbester Scorer des Eissportvereins.

EVF-Vorstand Jörg Noack: „Bauer zu verlieren tut uns sehr weh. Wir sind als Verein wirklich an die Schmerzgrenze gegangen, um ihn zu halten – umso mehr bedauern wir, dass er sich für ein Angebot aus der Oberliga Nord entschieden hat. Gleichzeitig überwiegt bei mir vor allem Dankbarkeit für die letzten vier Jahre. Bauer hat bei uns immer alles gegeben, sich mit dem EV Füssen identifiziert und auch im Nachwuchs mit angepackt – das ist bei einem Importspieler alles andere als selbstverständlich. Ich bedanke mich für seinen Einsatz im Trikot des EVF und wünsche ihm für seinen weiteren Weg sportlich wie persönlich nur das Beste.“

Simon Boyko (27) kam erst im vergangenen Oktober vom Trainingslager der Utah Grizzlies nach Füssen. Am Lech machte er dann auch das, wofür er verpflichtet wurde: Tore. In 44 Spielen erzielte er 37 Treffer und hatte damit großen Anteil am Erreichen der Pre-Playoffs. Mit seinen 24 Vorlagen kam er insgesamt auf 61 Punkte und war damit zweitbester Scorer des EVF. Nach dieser kurzen Zeit werden sich die Wege des Kanadiers und des Eissportvereins aber wieder trennen.

EVF-Vorstand Jörg Noack: „Simon Boyko kam während der Saison zu uns, weil uns vor allem Tore gefehlt haben – und genau da hat er uns wie kaum ein anderer geholfen. Er hat sofort geliefert, uns mit sehr vielen Toren wichtige Punkte ermöglicht und in kurzer Zeit einen großen Impact gehabt. Simon hat sich nun entschieden, unser Angebot nicht anzunehmen, das akzeptieren wir natürlich. Ich bedanke mich bei ihm für seinen Einsatz und vor allem für die vielen Tore im Trikot des EV Füssen und wünsche ihm für seinen weiteren Weg im Eishockey und privat alles Gute.“

Auch Aaron-Pelle Beslè (22) war erst letzte Saison nach Füssen gewechselt. Er spielte zuvor bei den Saale Bulls Halle in der Oberliga Nord, wo er auch schon für die Hannover Indians aktiv war. Der gebürtige Berliner ist ein sehr talentierter Spieler, der immer mit vollem Einsatz für Schwarz-Gelb unterwegs war, was auch seine 89 Strafminuten belegen. In den absolvierten 52 Spielen zeigte er seine körperlichen Stärken, zudem gelangen ihm zwei Tore und zwei Vorlagen.

EVF-Vorstand Jörg Noack: „Aaron kam aus der Oberliga Nord zu uns und hat genau das auf das Eis gebracht, was man sich in dieser Liga wünscht: Energie, Kampf und eine ehrliche, unangenehme Spielweise für den Gegner. Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und sich nie geschont. Dafür möchte ich mich bei ihm ausdrücklich bedanken. Für seine Zukunft wünsche ich ihm sportlich und privat alles Gute.“

Ein Füssener Eigengewächs ist Nikita Naumann (24). Er kehrte 2024 nach drei Spielzeiten für die Selber Wölfe in der DEL2 zu seinem Stammverein zurück, wo er als Leistungsträger eingeplant war. Insgesamt bestritt Nikita 137 Spiele in der ersten Mannschaft des EVF, in denen er 17 Tore und 40 Vorlagen erzielte. Vergangene Spielzeit war der Stürmer mit 16 Punkten achtbester Scorer des Vereins.

EVF-Vorstand Jörg Noack: „Nikita Naumann wird in der kommenden Saison nicht mehr für den EV Füssen spielen. Er ist vor zwei Jahren aus der DEL2 zurückgekommen und hat in dieser Zeit seinen Beitrag für die Mannschaft geleistet. Dafür möchte ich mich bei ihm bedanken. Für die weitere Kaderplanung haben wir uns entschieden, auf dieser Position einen anderen Weg zu gehen. Nikita ist ein Füssener – deshalb wünsche ich ihm persönlich und sportlich alles Gute. Ich hoffe, dass er die nächsten Schritte für sich macht und seinen Weg findet.

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