Wichtige Weichenstellung für den Angriff des EV Füssen. Mit Matyas Stransky hat einer der Lichtblicke der vergangenen Saison erneut am Kobelhang unterschrieben. Und nicht nur das, der 23-jährige Deutsch-Tscheche wird gleich die nächsten zwei Jahre für den Eissportverein stürmen. Mit seinem Tempo und Einsatzwille brachte er viel Action auf das Eis und verbesserte sich im Laufe der Spielzeit immer weiter. Dementsprechend soll er nun eine größere Rolle im neuen Team einnehmen.
Matyas Stransky spielte nach seinem Wechsel nach Deutschland im DNL-Team des ESV Kaufbeuren. Im Seniorenbereich debütierte er für Sonthofen in der Bezirksliga, nach dem Aufstieg folgten drei Spielzeiten in der Landesliga. Dort gelangen dem jungen Stürmer als Kontingentspieler insgesamt 87 Scorerpunkte. In seinem letzten Jahr hatte er Pech mit einer schweren Verletzung.
Trotzdem griff er nach Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit höherklassig an und wechselte zur letzten Saison nach Füssen. Hier zeigte er von Beginn an, dass er auch zwei Ligen höher ohne Probleme bestehen kann. Wieder voll genesen konnte der schnelle Stürmer 52 Spiele absolvieren und erzielte dabei auf Anhieb fünf Treffer und acht Vorlagen.
EVF-Vorstand Jörg Noack: „Dass Matyas Stransky direkt für zwei Jahre in Füssen zugesagt hat, freut mich sehr. Er kam vor der Saison aus der Landesliga und hat sich, wie ich es erwartet hatte, sehr schnell an das Oberliga-Niveau angepasst. Ich hatte Matyas schon seit Jahren im Blick, weil er ein verlässlicher Arbeiter und guter Schlittschuhläufer ist, der genau versteht, was eine Mannschaft braucht. Inzwischen hat er sich zur festen Größe im Sturm und vor allem auch in Unterzahl entwickelt. Ich bin sehr froh, dass er bei uns bleibt, weil seine zweite Oberliga-Saison ihm nochmal einen ganz anderen Raum für Entwicklung geben wird. Dazu passt er menschlich hervorragend in unsere Kabine und in den Verein. Und auch Matyas ist ein Beispiel für unseren Füssener Weg: Er arbeitet neben dem Eishockey in Vollzeit – und bringt trotzdem diese Disziplin und diese Haltung mit, die wir in Füssen sehen wollen und auch brauchen.“
Im Gespräch mit Matyas Stransky
Was schätzt du am meisten an der Philosophie des Vereins und dem Vertrauen, das man hier in dich setzt?
„Ich mag die Philosophie, mit jungen Spielern zu arbeiten und sie weiterzuentwickeln. Ich bin sehr froh und ich schätze es sehr, dass ich dieses Jahr so viel Vertrauen bekommen habe, nachdem ich aus der fünften Liga in die Oberliga gekommen bin. Ich habe alles dafür gemacht und werde das auch in Zukunft, damit ich die Mannschaft mit diesem Vertrauen nicht enttäusche.“
In welchen Bereichen spürst du die größte persönliche Weiterentwicklung seit deinem Wechsel nach Füssen?
„Ehrlich gesagt überall. Ich finde, dass ich mich körperlich, in Ausdauer und Kraft, auf jeden Fall weiterentwickelt habe und hoffe und denke, dass ich auch was das Spielverständnis angeht viele Fortschritte gemacht habe.“
Was war für dich die größte Umstellung von der Landesliga in den Alltag der Oberliga?
„Auf jeden Fall die Einstellung: Man spielt es nicht nur aus Spaß, sondern auch, Ergebnisse zu erzielen. Egal in welcher Verfassung man ist, es gibt keine Ausreden. Natürlich ist es vom Tempo ein ganz anderes Eishockey mit viel mehr Struktur, Taktik und allem.“
Was war dein Lieblingsmoment in der vergangenen Saison?
„Die Spiele in der großen Halle und besonders gegen Memmingen. Vor so vielen Zuschauern habe ich noch nie gespielt und die Atmosphäre war großartig. Das Spiel war auch sehr gut, doch am Ende leider etwas bitter…“
Was hast du dir persönlich für die nächste Saison vorgenommen, nachdem du dich nun in der Liga etabliert hast?
„Ich habe mir vorgenommen, in allen Bereichen einen Schritt nach vorne zu machen, und vor allem was Entscheidungsfindung angeht, möchte ich besser werden.“




