Vincent Wiedemann verlängert beim EV Füssen

Juni 30, 2026 | 1.Mannschaft, Allgemein, Verein

In 291 Partien lief er bislang für den Eissportverein auf, ist damit der Dauerbrenner des neuen EVF. Und es werden weitere hinzu kommen, denn Stürmer Vincent Wiedemann hat seinen Vertrag für die nächste Saison verlängert. Damit wird er in seine nunmehr elfte Spielzeit in Folge beim EV Füssen gehen und mit seinen mittlerweile 30 Jahren viel Erfahrung, wie man von ihm gewohnt ist aber vor allem viel Power, Tempo und Einsatz einbringen.

Zum Neustart des Füssener Eishockeys war Vincent Wiedemann im Jahr 2015 vom DNL-Team des ESV Kaufbeuren an den Kobelhang gekommen und ging den Weg von der Bezirksliga bis in die Oberliga mit. Dabei konnte er im BEV-Bereich die Meisterschaften in allen drei Ligen feiern und sich auch in der Oberliga als schneller und zweikampfstarker Stürmer etablieren. Auch Rückschläge in Form von Verletzungen konnte Vincent weg stecken. So verpasste er die Saison 2023-24 komplett und stieg auch in der kommenden erst spät ins Spielgeschehen ein. Letzte Saison wollte er dann wieder voll angreifen, musste aber erneut eine Zeit lang pausieren. Insgesamt kam der defensivstarke Stürmer, auf den man auch in Unterzahl voll bauen kann, in den 291 Spielen für den EV Füssen bislang auf 53 Tore und 117 Vorlagen, womit er den achten Platz in der Scorerwertung belegt. Bei seinem Comeback im Vorjahr steuerte er sechs Punkte in insgesamt 39 Partien bei.

Statement Vorstand Jörg Noack: „Mit Vincent Wiedemann bleibt uns ein Spieler erhalten, der für unsere Mannschaft wichtig ist – auf dem Eis und in der Kabine. Er musste zu Saisonbeginn nach einem Daumenbruch lange pausieren, hat sich danach aber wieder rein gearbeitet und genau das bestätigt, wofür er steht: ein beständiger Arbeiter, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt und nie aufhört anzuschieben. Dazu bringt er als einer der erfahreneren Spieler in unserem Kader eine Ruhe und Stabilität mit, die gerade in einer jungen Mannschaft enorm wertvoll ist. Deshalb freut es mich sehr, dass Vincent auch in der kommenden Saison für den EV Füssen aufläuft und uns mit seiner Erfahrung, seiner Einstellung und seiner Verlässlichkeit weiter hilft.“

Im Gespräch mit Vincent Wiedemann

Was war für dich der wichtigste Grund, deinen Weg beim EV Füssen weiterzugehen?

Für mich war der wichtigste Grund, dass das Feuer für Eishockey in mir nach wie vor brennt. Ich merke, dass mir dieser Sport noch immer sehr viel gibt und gut tut. Gleichzeitig habe ich vom EV Füssen das Gefühl bekommen, dass ich hier weiterhin gebraucht werde. Das bedeutet mir viel. Ich möchte diese Chance nutzen, weiter alles reinzulegen und dem Verein, der Mannschaft und dem Umfeld etwas zurückzugeben.

Wie würdest du deine Rolle im Team selbst beschreiben?

Ich sehe mich als Spieler, der jeden Tag strukturiert an sich arbeitet und versucht, den nächsten Schritt zu gehen. Mir ist aber genauso bewusst, dass man im Eishockey nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Jeder muss bereit sein, sein Bestes zu geben und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Von dieser Einstellung profitiere ich selbst, aber auch mein Umfeld und am Ende das ganze Team.

Was treibt dich nach Rückschlägen an und was hat dir die Zeit nach deiner Verletzung gezeigt?

Rückschläge gehören zu jedem Entwicklungsprozess dazu. Wenn man das akzeptiert, kann man daraus sehr viel ziehen und sie sogar als positiven Antrieb nutzen. Die Zeit nach meiner Verletzung hat mir gezeigt, dass Geduld und Kontinuität oft wichtiger sind als kurzfristige Impulse. Man braucht den Glauben an sich selbst, gerade dann, wenn äußere Erfolge erst einmal ausbleiben. Das hat mich nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch weitergebracht.

Was braucht es, damit aus jungen Spielern, erfahrenen Jungs, Arbeit und Energie eine echte Einheit entsteht?

Dafür braucht es Bereitschaft, Glaube und Leidenschaft. Jeder muss bereit sein, für den anderen mitzugehen und seinen Teil beizutragen. Wenn alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig pushen, kann aus vielen einzelnen Spielern eine echte Einheit entstehen. Und wenn dann im Idealfall auch noch der Eishockeygott auf unserer Seite ist, kann daraus etwas richtig Gutes werden.

Was muss passieren, damit du nach der Saison sagen kannst: Das war ein richtig gutes Jahr?

Für mich wäre es ein richtig gutes Jahr, wenn wir als Mannschaft durch alle Ups and Downs gemeinsam durchgegangen sind. Wenn jeder sein Bestes gegeben hat, keiner mitgelaufen ist und jeder seinen Beitrag geleistet hat. Es geht darum, dass wir als Einheit auftreten, füreinander arbeiten und gemeinsam anschieben. Wenn wir das schaffen, können wir am Ende mit einem guten Gefühl auf die Saison zurückblicken.

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