Die Sturmreihen des EV Füssen bekommen weiteren Zuwachs. Mit dem gebürtigen Letten Linards Hugo Zemnickis wechselt erneut viel Talent an den Kobelhang. Der 20-Jährige war letzte Spielzeit im DNL-Team des ESV Kaufbeuren als Kontingentspieler aktiv und dort zweitbester Scorer. Linards bringt internationale Erfahrung mit und soll seine Stärken nun im neuen EVF-Team einbringen.
Der junge Stürmer ist gebürtig in Riga und spielte dort im Nachwuchs. Er lief aber auch schon für St. Petersburg in Russland auf. Erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammelte er in der zweiten Liga seines Heimatlandes, wo ihm in 12 Spielen beachtliche 18 Scorerpunkte gelangen. 2022 wechselte er dann im Alter von 16 Jahren nach Deutschland und in die U17 des ESVK. Dort zeigte er sich mit 36 Toren in 29 Partien sehr treffsicher. Nach einem ebenfalls erfolgreichen ersten Jahr in der DNL wechselte Linards 2024 nach Nordamerika, wo er für New Hampshire in der zweithöchsten Nachwuchsklasse der USA aktiv war. Nach diesem kurzen Gastspiel kehrte er jedoch nach Kaufbeuren zurück und hat sich nun für seine weitere Entwicklung dem EV Füssen angeschlossen.
EVF-Vorstand Jörg Noack: „Mit Linards Zemnickis bekommen wir einen Stürmer aus der U20 des ESV Kaufbeuren, der bereits Erfahrung aus Nordamerika mitbringt. Linards erwartet die deutsche Staatsbürgerschaft – entsprechend ist er für uns perspektivisch als deutscher Spieler eingeplant. Er bringt Tempo und Spielverständnis mit und wir wollen ihm bei uns die Chance geben, im Seniorenbereich den nächsten Schritt zu machen und sich in unserer Struktur weiterzuentwickeln.“
Im Gespräch mit Linards Zemnickis
Was hat dich am EV Füssen und an der Möglichkeit, hier den nächsten Schritt zu machen, besonders gereizt?
„Der EV Füssen ist ein sehr bekannter Verein mit viel Tradition und einem großen Vertrauen in junge Spieler. Genau das war für mich ein wichtiger Punkt. Für meinen ersten Schritt ins Profi-Eishockey ist es natürlich sehr hilfreich, in einem Umfeld zu sein, in dem junge Spieler die Möglichkeit bekommen, sich zu zeigen und weiterzuentwickeln.“
Wie würdest du dich als Spielertyp beschreiben – und was können die Fans auf dem Eis von dir erwarten?
„Ich würde mich als Allround-Stürmer beschreiben, der vor allem auch offensiv seine Stärken hat. Mir ist wichtig, in jeder Situation mein Bestes zu geben – egal, wie das Spiel gerade läuft. Die Fans können von mir erwarten, dass ich immer alles rein werfe, für das Team arbeite und versuche, meine Qualitäten auf dem Eis einzubringen.“
Was ist dein persönliches Ziel für deine erste Saison am Kobelhang und deine erste Saison im Herren-Eishockey?
„Mein persönliches Ziel ist es, mein Potenzial weiterzuentwickeln und in meiner ersten Profi-Saison möglichst stabil und konstant aufzutreten. Ich möchte mich Schritt für Schritt verbessern, viel dazulernen und dem Team mit meiner Leistung helfen.“
Welche Rolle spielt für dich Vertrauen – vom Trainer, vom Team und von den Mitspielern – wenn du in einem neuen Verein ankommst?
„Teamgeist ist für mich ein sehr wichtiger Punkt. Wenn man das Vertrauen vom Trainer, vom Team und von den Mitspielern spürt, gibt einem das als Spieler noch einmal zusätzlichen Push. Es motiviert mich, auf dem Eis noch mehr zu geben und mich voll für die Mannschaft einzusetzen.“
St. Petersburg, Riga, Kaufbeuren, New Hampshire und jetzt Füssen – was nimmst du aus jeder Station mit?
„Ich konnte in verschiedenen Ländern schon viele Erfahrungen sammeln, und jede Station hat mich auf ihre Weise geprägt. Aus den USA nehme ich vor allem die Schnelligkeit und Härte des Spiels mit. In St. Petersburg habe ich mit und gegen mehrere Spieler gespielt, die heute sehr erfolgreich sind. Von jeder Station und von jedem Umfeld konnte ich etwas lernen und für meine Entwicklung mitnehmen.“
Bild: Alex Winterholler




