Klikorka sorgt neun Sekunden vor Schluss für den 3:2-Heimsieg gegen Selb
Der EV Füssen belohnt sich nach einer starken Vorstellung gegen die Selber Wölfe mit drei wichtigen Punkten. Nach einer 2:0-Führung und dem zwischenzeitlichen Ausgleich entscheidet Karel Klikorka die Partie in letzter Sekunde.
Was für ein Ende in der Sparkassen Arena. Neun Sekunden vor der Schlusssirene war es Karel Klikorka, der den EV Füssen mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum viel umjubelten Heimsieg gegen die Selber Wölfe schoss. Nach einer über weite Strecken starken Vorstellung setzten sich die Schwarz-Gelben am Sonntagabend vor 983 Zuschauern mit 3:2 (0:0, 2:0, 1:2) durch. Dabei hatte der EVF nach zwei Dritteln bereits mit 2:0 geführt, ehe die Gäste im Schlussabschnitt zurückkamen. Am Ende durfte Füssen dennoch drei wichtige Punkte feiern.
Der EVF zeigte von Beginn an eine konzentrierte Leistung und hielt gegen die Gäste aus Selb gut dagegen. Die Schwarz-Gelben waren von Anfang an in der Partie und lieferten sich mit den Wölfen ein umkämpftes erstes Drittel. Beide Mannschaften konnten zunächst keinen Treffer erzielen, so dass es torlos in die erste Pause ging.
Im zweiten Abschnitt übernahmen die Füssener dann zunehmend das Kommando und belohnten sich für ihren engagierten Auftritt. In der 27. Minute brachte Karel Klikorka den EVF nach Vorarbeit von Ugnius Cizas und Max Kaaz mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber blieben auch danach gut im Spiel und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. In der 39. Minute war es schließlich Moritz Nerb, der auf Zuspiel von Klikorka und Ondrej Zelenka das 2:0 erzielte. Gerade für den jungen Verteidiger aus dem eigenen Nachwuchs ein schöner Erfolg. Mit der verdienten Zwei-Tore-Führung ging es in die zweite Drittelpause.
Im Schlussabschnitt änderte sich jedoch das Bild. Selb kam deutlich stärker aus der Kabine, erhöhte den Druck und drängte auf den Anschlusstreffer. Eine große Strafe gegen den EVF erschwerte die Aufgabe zusätzlich. In der 48. Minute nutzten die Gäste ihre Überzahl durch Philip Rubin zum 2:1. Dieser Treffer gab den Wölfen weiteren Auftrieb. Nur gut zwei Minuten später war erneut Rubin zur Stelle und stellte in der 50. Minute auf 2:2. Damit war die zuvor komfortable Füssener Führung dahin und die Begegnung wieder völlig offen.
Die Gäste versuchten nun, das Spiel endgültig auf ihre Seite zu ziehen. Für Füssen galt es, nach den beiden Gegentreffern wieder mehr Sicherheit in das eigene Spiel zu bringen und dem zunehmenden Druck standzuhalten. Die Schwarz-Gelben kämpften sich durch diese schwierige Phase und hielten das Unentschieden. Als sich bereits alles auf eine Verlängerung einzustellen schien, bot sich dem EVF doch noch die große Chance auf den Sieg.
Eine Strafzeit gegen Selbs Stephan Tramm brachte die Gastgeber in der Schlussphase nochmals in Überzahl. Und diesmal nutzten die Füssener ihre Gelegenheit. Nach Vorarbeit von Nicolas Cornett und Luc Slivnik traf Karel Klikorka bei 59:51 zum 3:2. Neun Sekunden vor dem Ende war der umjubelte Siegtreffer perfekt. Für den tschechischen Verteidiger, der bereits die Führung erzielt und das zweite Tor vorbereitet hatte, war es der dritte Scorerpunkt des Abends.
Damit belohnte sich der EV Füssen für eine starke Leistung über die ersten beiden Drittel und den Kampfgeist in einer schwierigen Schlussphase. Auch wenn man eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben hatte, fand die Mannschaft am Ende die passende Antwort und sicherte sich alle drei Punkte.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Schwarz-Gelben allerdings nicht. Bereits am kommenden Freitag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann empfängt der EV Füssen um 19:30 Uhr den ESV Kaufbeuren zum mit Spannung erwarteten Allgäu-Derby.
Tore: 1:0 (27.) Klikorka (Cizas, Kaaz), 2:0 (39.) Nerb (Klikorka, Zelenka), 2:1 (48.) Rubin (Sturm, Coughler/5-4), 2:2 (50.) Rubin (Ulrich, Pauker), 3:2 (60.) Klikorka (Cornett, Slivnik/5-4).
Strafminuten: Füssen 37, Selb 14. Zuschauer: 983.
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